Magazin
der VVN-BdA
für
antifaschistische
Politik und Kultur
antifa 5-6/2007, Seite 17
Leserbriefe

Antisemitismus in der DDR

Ein Leserbrief, den die BZ nicht brachte

In Berlin wird seit kurzem die Ausstellung »Das hat es bei uns nicht gegeben. Antisemitismus in der DDR« gezeigt. Schon bei der Eröffnung wurde deutlich, dass sie vor allem den Antifaschismus der DDR delegitimieren soll. Die Boulevardpresse berichtete genüsslich. Gegenreaktionen wurden der Öffentlichkeit vorenthalten.

Z.B. diese: »Sehr geehrter Herr Schnuppelius, mit Interesse lese ich Ihre BZ-Kolumnen. Sie wirken so meinungsstark (›opinionated‹), obwohl Sie selbst etwa im RBB-TV auf mich einen eher unsicheren, fast schwächelnden Eindruck machen. Heute habe ich Ihren Text zum DDR-Antisemitismus nicht ganz verstanden. War Globke DDR-Bürger? Waren Albert Norden und Jürgen Kuczynski ›Arier‹ bzw. ›Christen‹ bzw. ›Deutsche‹? Welche Religion hatte Klaus Gysi? Waren, bzw. sind Oberländer, Oettinger, Filbinger & Co. DDR-Bürger? War Antisemitismus in der DDR eigentlich Staatsdoktrin? Warum fand der Auschwitz-Prozess in Frankfurt/Main erst 20 Jahre nach der Gründung der Bundesrepublik statt? Wer hat die Synagoge in Berlin-Schöneberg (West) abreißen lassen? Die SED? Um Erklärung bittet mit freundlichen Empfehlungen

Dr. Volker Gransow.

Dem kann ich nur zustimmen!

Dr. Irene Runge, Jüdischer Kulturverein

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