der VVN-BdA
für
antifaschistische
Politik und Kultur
Editorial
Unser farbiges Titelbild, gewidmet den 15.000 Demonstrantinnen und Demonstranten, die am 13. Februar erfolgreich den Naziaufmarsch in Dresden blockierten, enthält für Redaktion und Leserschaft der antifa noch eine weitere gute Nachricht: Der Bundesausschuss der VVN-BdA ist in seiner Januarsitzung unserem Vorschlag gefolgt, antifa künftig auf (etwas) besserem Papier und mit mehr Farbseiten zu drucken. Um die entstehenden Mehrkosten zu decken, müssen wir allerdings den Preis für die freien Abonnenten moderat anheben. Künftig kostet das einzelne Heft 2,50, das Jahresabo 15 Euro.
Für die Mitglieder der VVN-BdA, die antifa als Verbandszeitschrift beziehen, bleibt dagegen alles beim Alten. Wir hoffen, dass das schönere Erscheinungsbild unseres Magazins die Freude beim Lesen genauso steigern wird, wie bei Redaktion und Gestaltung die Freude am Machen.
Wichtigster Schwerpunkt dieser Ausgabe ist die Vorbereitung der Geschichtskonferenz, die am 24. und 25. April in Berlin stattfinden wird. Aus Anlass des 65. Jahrestages der Befreiung vom Faschismus will die VVN-BdA hier ihre Positionen in aktuelle Debatten einbringen und gemeinsam mit Wissenschaftlern und Bündnispartnern Fragen der Geschichtspolitik diskutieren. Moshe Zuckermann, Wolfgang Wippermann und Hans-Eberhardt Schultz geben mit ihren Beiträgen für das "Spezial" einen Einstieg in die Diskussionen. Aber auch das Interview mit Ulrich Rabe zur Entnazifizierung im Osten Deutschlands ist ein Beitrag gegen das Vergessen. 20 Jahre nach Vollzug der deutschen Einheit zeigen staatsoffizielle Bemühungen, die Geschichte des "anderen" Deutschlands zu diskreditieren, zu verfälschen und letztlich auszulöschen, deutliche Folgen.
Wir müssen uns der Aufgabe stellen, das bei den älteren Mitgliedern der VVN noch vorhandene lebendige Wissen um historische Zusammenhänge an die nächsten Generationen weiter zu geben. Fragen wir sie!
»antifa« - Magazin der VVN-BdA für antifaschistische Politik
und Kultur