Fragwürdige Ehrung

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geschrieben von Bettina Ohnesorge

Nov.-Dez. 2008

Kürzlich wurde in Düsseldorf eine Ausstellung über Johannes Heesters eröffnet. Er stammt aus der schönen niederländischen Stadt Amersfoort. Während Joopi, des Führers Lieblingsschauspieler, als Stimmungsaufheller der deutschen Nation auftrat, passierte in seiner niederländischen Heimatstadt Amersfoort dieses: »Aus den Niederlanden waren ca. 6.600 Menschen im KZ Neuengamme inhaftiert, davon 250 Frauen… Die meisten waren aus politischen Gründen verhaftet worden, vor allem wegen ›deutschfeindlichen‹ Verhaltens, Gehorsamsverweigerung gegenüber Besatzungsdienststellen und aktiven Widerstandes

Auch der Versuch, sich der Arbeit in Deutschland zu entziehen, konnte zur Verhaftung führen. Die deutsche Besatzungsmacht ging mit immer härteren Maßnahmen gegen den zunehmenden Widerstand vor. Niederländische Verhaftete kamen meist aus dem Lager Amersfoort.« (Quelle: Archiv des Konzentrationslagers Neuengamme). Menschen aus Amersfoort gingen ins KZ, in den Tod – und Heesters machte Karriere unter der Gönnerschaft des NS-Systems, er ließ sich in ihre »Durchhalte-Strategien« einspannen. Hat dieser Mann wirklich eine Ausstellung in Düsseldorf verdient?

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