Fund in Sachsenburg

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geschrieben von Enrico Hilbert, Vorsitzender – LAG Sachsenburg e. V.

Unterstützung für eine Gedenkstätte erbeten

 

Auf dem Gelände des ehemaligen KZ Sachsenburg (1933-1937) wurde im letzten Jahr ein sensationeller Fund gemacht. Eine Inschrift, die die Existenz des Lagers belegt, wurde freigelegt und in den letzten Wochen gereinigt und gesichert. Sie soll in den kommenden Wochen saniert und später in die entstehende Gedenkstätte integriert werden. Nach 80 Jahren ist dies eine Seltenheit. Dazu wurden eine Postkarte und eine Photographie gefunden, die eindeutig darauf hinweisen, dass die Nationalsozialisten in der Öffentlichkeit keinen Hehl aus der Existenz des KZ machten. Noch bis in die 1980er Jahre war der Schriftzug weit ins Land zu sehen, bis er schließlich von der Natur überwuchert wurde. So wie die steinernen Zeugen, sind auch andere Belege für das KZ von großem Interesse. Bisher ist es der Lagerarbeitsgemeinschaft KZ Sachsenburg gelungen, einige dieser Zeugnisse zu sichern. Sein Domizil hat der Verein in Frankenberg. Geplant sind weitere Dokumentationen zur Geschichte des Konzentrationslagers und zu den dort Inhaftierten.

Leider gibt es keine Häftlingskartei und kein Verzeichnis von Überlebenden oder Verwandten. Der Verein bittet auf diesem Weg um Hilfe und Unterstützung seiner Arbeit. In diesem Jahr sind ein Gedenkwochenende, der Beginn der Sanierung des Zellenbaus sowie die Erstellung einer ersten Ausstellung vor Ort geplant. Es wäre schön, wenn sich Hinterbliebene oder Interessierte beim Verein melden und die Arbeit somit unterstützen könnten. Kontakt: info@vvn-bda-chemnitz oder per Post LAG Sachsenburg e. V., Bahnhofstraße 1, 09669 Frankenberg/Sa.

Das Gedenkwochenende findet vom 30. Mai bis 01. Juni 2014 in Frankenberg und Sachsenburg statt. Gern sind wir bei der Vermittlung von Unterkunft behilflich und schicken das Programm zu.

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