Buchenwald 2015

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Dokumentarisches von den Befreiungsfeiern

Treffen der Nachgeborenen im Kinosaal der Gedenkstätte.

Fotos: Gabriele Senft

 

Erklärung der Nachgeborenen

Vor siebzig Jahren befreiten sich die Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald mit großem Mut aus eigener Kraft. Blick in den Saal Die Befreiten manifestierten mit ihrem Schwur den Willen, für alle Zeiten den Nazismus auszumerzen, um künftig frei und friedlich in einer solidarischen Welt leben zu können.

Dr. Silvio Perritone vom Zentralrat der Sinti und Roma in Deutschland

Dr. Silvio Perritone vom Zentralrat der Sinti und Roma in Deutschland

Dessen gedenkend trafen sich auf Einladung der Lagerarbeitsgemeinschaft Buchenwald-Dora ehemalige Häftlinge des Konzentrationslagers, Angehörige und Nachkommen von Häftlingen, Antifaschistinnen, Antifaschisten und Gäste auf dem Ettersberg.

Martin Schulz bei seiner Rede

Martin Schulz bei seiner Rede

Mit dem 6. Treffen der Nachkommen wurden die Befreiungstat und die Zukunftsorientierung des Schwurs von Buchenwald gewürdigt. Siebzig Jahre nach der Befreiung vom deutschen Faschismus ist festzustellen, dass es in der Bundesrepublik Deutschland nicht gelungen ist, neofaschistischen Entwicklungen die Möglichkeit weiteren Gedeihens zu entziehen. Wir haben erfahren müssen, dass in Staaten der Europäischen Union und solchen, die dort ihre Mitgliedschaft anstreben, Judenhass geschürt, Sinti und Roma diskriminiert, beleidigt, gehetzt, Andersdenkende brutal verfolgt werden und dass im Krieg wieder ein Mittel zur Konfliktlösung gesehen wird. In der unwidersprochenen Verherrlichung von SS-Verbrechen und Pflege der SS-Heldenmythen, in profaschistischen Machtambitionen, in offener internationaler Präsenz neofaschistischer und rechtspopulistischer Parteien sehen wir große Gefahren.

Zwei deutsche Buchenwalder - Günther Pappenheim und Gerd Schramm im Foyer des Theaters. Fotos: Axel Holz

Zwei deutsche Buchenwalder – Günther Pappenheim und Gerd Schramm im Foyer des Theaters. Fotos: Axel Holz

Marco Puppini, stellvertretender Vorsitzender des Verbandes der italienischen Spanienkämpfer

Marco Puppini, stellvertretender Vorsitzender des Verbandes der italienischen Spanienkämpfer

Wir erwarten von bundesdeutscher und europäischer Politik ernsthafte Maßnahmen, die diese Gefahren bannen. Wir wollen keine europäischen Streitkräfte, weil der Frieden in Europa so gestärkt werden muss, dass er dazu beitragen kann, Konflikte in der Welt ausschließlich friedlich zu lösen. Wir wollen, dass die Würde des Menschen überall geachtet und tatsächlich nicht angetastet wird. Buchenwald, am 12. April 2015

 

Am 11. April pflanzten Familien und Freunde aus Frankreich, Deutschland und Polen an der Blutstraße 12 Bäume zur Erinnerung an ehemalige Häftlinge und die Kinder von Buchenwald. Die Pflanzaktion erfolgte im Rahmen der Aktion 1000 Buchen für Buchenwald des Lebenshilfe-Werks Weimar/Apolda e. V. Die Fotos zeigen Vertreter des Vereins »Kämpfer und Freunde der Spanischen Republik 1936-1939«, die einen Baum für den Spanienkämpfer und Buchenwaldhäftling Otto Kipp pflanzten und die Angehörigen zweier französischer Häftlinge bei ihren Ansprachen. Diese Fotos sind von Wilhelm Girod KFSR Baumpfl.Franzosen-Baumpfl.

 

 

 

 

 

 

 

Am 11. April wurde am ehemaligen Block 41 ein Gedenkstein für die republikanischen Spanier enthüllt, die in Buchenwald inhaftiert waren. An der Zeremonie nahmen ehemalige Häftlinge aus mehreren Ländern, darunter Bertrand Herz und Günter Pappenheim teil, sowie der Botschafter des Königreiches Spanien in der Bundesrepublik und ein Vertreter der Regierung von Katalonien.

Teilnehmer aus Jugoslawien

Teilnehmer aus Jugoslawien

ein französischer Überlebender

ein französischer Überlebender

ehemalige Häftlinge aus der Ukraine

ehemalige Häftlinge aus der Ukraine

Miglieder der VVN-BdA, u. a. die Enkelin von Emil Carlebach, Lena Sarah Carlebach.

Miglieder der VVN-BdA, u. a. die Enkelin von Emil Carlebach, Lena Sarah Carlebach.

Herz auf Appelplatz

Das Foto ist von Gabriele Senft.

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