Zum Artikel »Der unbestimmte Modus«, antifa Mai Juni 2015

Drucken

geschrieben von Jan Große Nobis

Vielen Dank für Thomas´ Willms Artikel. Er analysiert sehr gut die sprachliche Ebene des »Links-Blinken-rechts-Abbiegens«. Ich möchte dazu noch ein paar »hard facts« beisteuern:

Bei der sogenannten EnDgAmE-Veranstaltung in Halle durfte »der ›Reichsbürger‹, Rechtsextremist und verurteilte Holocaustleugner Christian Bärthel sprechen und die Haftentlassung des Rechtsextremisten Horst Mahler fordern. Die Band ›Die Bandbreite‹ lieferte die musikalische Umrahmung«. Die Bandbreite hat also kein Problem mit ausgewiesenen Neofaschisten als Redner auf der gleichen Veranstaltung, auf der sie reden und spielen.

Ebenso waren dort im Übrigen Alexander Kurth (Die Rechte), Rolf Dietrich (NPD), Gerhard Pitsch (NPD), Anne Adler (NPD), Sven Liebich (Ex Blood&Honour) anwesend. Der Sänger »Wojna« der »Bandbreite« war dort auch im trauten Gespräch mit Thomas »Steiner« Wulff von der NPD Hamburg – einem ausgewiesenen »Nationalsozialisten« – zu sehen. Ob er ihn persönlich kennt?

Wie einige andere (ehemalige) Linke (Arbeiterfotografie, Neue Rheinische Zeitung und einige andere aus der Friedensbewegung), die »EnDgAmE« verteidigen – ist die Band »Die Bandbreite« längst eine Querfront mit dem völkischen Antiimperialismus à la NPD eingegangen. Kein Wunder, wenn man vor Hass auf den US-israelischen Imperialismus die Kritik am EU-Imperialismus und vor allem am deutschen Imperialismus ausblendet.

Inzwischen vertont die Band nach eigenen Angaben die rechten Theorien der »Wissensmanufaktur« von Andreas Popp und Rico Albrecht, die auch Teil der extrem rechten Ausläufer der Montagsmahnwachen sind. Nicht zu vergessen sind die sexistischen Songs »Eingelocht« und »Miesmuschel« der »Bandbreite«, von denen sie sich zwar mal distanziert haben, die sie danach aber immer noch fleißig verkauft haben.

Schreibe einen Kommentar