Ravensbrück muss Mahnort bleiben

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geschrieben von Rosel Vadehra-Jonas

Das Internationalen Ravensbrück-Komitee tagte in Wien

An der Zusammenkunft nahmen 26 Frauen aus zwölf europäischen Ländern teil. Sie vertraten Häftlingsverbände ihrer Länder, in denen ehemalige Häftlinge des Frauenkonzentrationslagers Ravensbrück oder deren Angehörige zusammengeschlossen sind. Unter den Anwesenden befanden sich sieben Überlebende des Lagers. 17 Teilnehmerinnen waren Frauen, deren Mütter oder Großmütter in Ravensbrück inhaftiert waren.
Wie in jedem Jahr war die Situation der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück auch bei der Tagung in Wien das zentrale Thema. In einer Entschließung fordert das IRK die dringende Sanierung der vom Verfall bedrohten ‚Beutegutbaracken‘. Es handelt sich dabei um die letzten noch existierenden Baracken des KZ Ravensbrück. Eine weitere Forderung ist die Herrichtung des südlichen Teils des Frauenlagers, der mehr als 20 Jahre nach der Freigabe des Geländes durch die GUS-Truppen noch immer nicht für die Öffentlichkeit zugänglich ist. Erneut wurde betont, dass der Begriff des ‚Mahnens‘ nicht aus dem Namen der Mahn- und Gedenkstätte verschwinden darf und gefordert, am Besucherinformationszentrum die Inschrift ‚Gedenkstätte – Memorial Ravensbrück‘ durch die Bezeichnung ‚Mahn- und Gedenkstätte – Memorial Ravensbrück‘ zu ersetzen.
In Verbindung mit einer Stadtrundfahrt durch Wien gestaltete die österreichische Lagergemeinschaft am Nachmittag des 20. Mai eine kleine Gedenkzeremonie mit Kranzniederlegung am Denkmal für die Opfer des Nationalsozialismus.
Am letzten Abend trug die spanische Sängerin Marina Rossell in zwangloser Runde und im Beisein von Frauen der österreichischen Lagergemeinschaft Lieder aus dem Widerstand vor. Die Tagung fand in der angenehmen Atmosphäre des Springer- Schlössl statt, einer Bildungseinrichtung der ÖVP.

Auf Einladung der österreichischen Lagergemeinschaft Ravensbrück und Freundeskreis traf sich das Internationale Ravensbrück-Komitee (IRK) zu seiner diesjährigen Tagung vom 17. – 21. Mai 2016 in Wien.

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