»Fragt uns, wir sind die Letzten:« Teil 6

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Erinnerungen von Verfolgten des Nationalsozialismus und Menschen aus dem antifaschistischen Widerstand. Eine Interview-Broschüre (Teil 6)

Wie die Geschichte des Nationalsozialismus und der Shoah geschrieben und interpretiert wird, steht nicht fest, sondern bleibt stark umkämpft. Wir – der Arbeitskreis »Fragt Uns« – befragen deshalb Verfolgte und Widerstandskämpfer_innen nach ihren individuellen Erlebnissen und Einschätzungen und versehen die dabei entstandenen Interviews mit historischen Begriffserklärungen. Uns geht es nicht darum, die Vergangenheit zu »bewältigen« oder abzuschließen. Vielmehr möchten wir marginalisierte Perspektiven sichtbar machen und aus den Erfahrungen der Überlebenden Konsequenzen für unser Denken und Handeln heute ziehen.

Folgende Interviews finden sich in dieser Ausgabe: Paraskewi Labraki, erlebte als junge Frau den deutschen Besatzungsterror auf Kreta. Tomasz Miedziński entrann den Deutschen, die ihn wie alle anderen Jüdinnen und Juden ermorden wollten und schloss sich einer sowjetischen Partisaneneinheit an. Adela Żurawskas wurde als junge Frau nach der sowjetischen Teil-Besatzung Polens zur Zwangsarbeit in die Sowjetunion verschleppt und kämpfte später in der 1. Polnischen Infanterie-Division für die Befreiung Warschaus. Vera Friedländer überlebte die Shoah in Berlin als Zwangsarbeiterin des Schuhkonzerns Salamander, der bis heute leugnet, jüdische Zwangsarbeitskräfte beschäftigt zu haben.

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