Monatsarchiv November, 2019

Das Gebot ernst genommen

geschrieben von Klaus Margraf

16. November 2019

Erinnerung an die Verfolgung der Zeugen Jehovas
Am Karfreitag des Jahres 2019, dem Tag des Leidens und Sterbens Jesu am Kreuz, kam mir neben dem Zeichen des Kreuzes das Zeichen des Pfahls in den Sinn, des Pfahls, an dem in den Konzentrationslagern Zeugen Jehovas aufgehängt wurden, weil sie in der Nachfolge Jesu leben wollten. (Kein Himmel …

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Vorwärts in die Vergangenheit

geschrieben von Cornelia Kerth

16. November 2019

Erster Akt: Die Auferstehung des Berliner Stadtschlosses
100 Jahre nachdem die Novemberrevolution den Potentaten hinweggefegt hat, der Millionen Menschen im ersten Weltkrieg verheizt hatte, ist das Symbol seiner Herrschaft in der Mitte des »neuen« Berlin wieder auferstanden: das Berliner Stadtschloss.
Auf die Idee musste erst mal einer kommen. Und das war der mecklenburgische Adelsspross Wilhelm von Boddien. …

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Die Würdigung kam spät

geschrieben von Ulrich Schneider

12. November 2019

Georg Elser wollte mit Hitler-Attentat »den Krieg verhindern«
Es dauerte mehr als ein halbes Jahrhundert, bis die BRD offiziell eine Aktion des Widerstands anerkannte, die – wenn sie Erfolg gehabt hätte – den Verlauf des Zweiten Weltkriegs sicherlich nachhaltig verändert und Millionen Menschenleben gerettet hätte: Das Attentat des Georg Elser vom 8. November 1939.
Georg Elser, geboren …

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Erinnerung an den 20. Oktober 1944

12. November 2019

»Fédération International de la Résistance« (FIR) würdigt 75. Jahrestag der Befreiung Belgrads
»Eine der großartigen Leistungen des antifaschistischen Kampfes am Ende des Zweiten Weltkrieges war die Befreiung der jugoslawischen Hauptstadt Belgrad am 20. Oktober 1944 als gemeinsame militärische Operation der jugoslawischen Volksbefreiungsarmee und der sowjetischen Armee mit Unterstützung bulgarischer Streitkräfte.
Anders als beim Warschauer Aufstand fanden Mitte …

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Die einzigen »Befreier«?

geschrieben von Ulrich Schneider

12. November 2019

Auseinandersetzungen um eine Denkmalsinitiative in Buchenwald
Denkmale sind Zeichen der Erinnerung und Ausdruck des Geschichtsbildes einer Epoche. So abstrakt, wie diese Aussage klingen mag, so konkret ist der jeweilige geschichtspolitische Streit, wenn es um die Neuaufstellung von Gedenksteinen oder um die Beseitigung solcher Erinnerungszeichen geht. Das zeigt die Auseinandersetzung um die Denkmale für die militärischen Befreier …

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Für Rosa und die anderen

geschrieben von Thomas Neuhold

8. November 2019

Auf Initiative des KZ-Verbands erweitert Salzburg das Frauen-Mahnmal
Es wäre der 100. Geburtstag von Rosa Hofmann gewesen. Am 27. Mai dieses Jahres wurde im Salzburger Stadtteil Maxglan das Memorial für Frauen im Widerstand gegen das NS-Terror-Regime seiner Bestimmung übergeben. Tatsächlich wurde die junge Kommunistin Rosa Hofmann nicht einmal 24 Jahre alt. Sie bezahlte ihren Einsatz für …

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Mit 105 noch aktiver Zeitzeuge

8. November 2019

Abschied vom KZ-Überlebenden Marko Feingold aus Salzburg
Es schien immer eine Art Wunder, wenn ein hundertjähriger kleiner Mann flink die Stufen zur oberbayerischen Gedenkstätte Surberg bei Traunstein hochging und dann in seinem Grußwort an die Versammelten noch um Entschuldigung bat, dass er es nicht früher geschafft hatte. Mit dem Auto von der Gedenkfeier im österreichischen Mauthausen …

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Faschofeminismus

geschrieben von Nils Becker

8. November 2019

Über Anti-Feminismus und Gewalt-Ethnisierung
Jedes Jahr im September treten im Regierungsviertel Berlins christliche AbtreibungsgegnerInnen mit einem »Marsch für das Leben« auf. Ihr vordergründiges Anliegen ist das generelle Verbot von Schwangerschaftsabbrüchen. Begründet wird die Forderung einerseits mit der biblischen Schöpfungsgeschichte; aber auch mit einem vormodernen Wertekanon, der auf genügsamen Frauen und der Ignoranz gegenüber gesellschaftlich produzierter Ungleichheit …

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Nicht mehr vermittelbar?

geschrieben von Sabine Bade

4. November 2019

Aus Polen verbannt: Die italienische Auschwitz-Gedenkstätte
Das renommierte Mailänder Architekturbüro BBPR schuf 1980 im Auftrag der italienischen Deportiertenvereinigung ANED in Block 21 des ehemaligen KZ Auschwitz eine – durch Texte von Primo Levi, Musik von Luigi Nono und Gemälde von Pupino Samonà – ungemein beeindruckende Gedenkstätte. Dreißig Jahre später entsprach das Werk nicht mehr der Gedenkstättenkonzeption der polnischen Regierung und …

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Raus aus der Nische

geschrieben von Ulrich Schneider

4. November 2019

Antifaschistische Eindrücke von der Frankfurter Buchmesse
Die Buchmessen in Leipzig und Frankfurt/M. waren und sind immer auch Indikatoren für die geistige Lage in unserem Land. Während in Leipzig der unmittelbare Kontakt zu den Leserinnen und Lesern mit mehreren tausend Veranstaltungen und Lesungen im Mittelpunkt steht, ist Frankfurt eher der Ort für die Präsentation der Neuerscheinungen und …

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