Vor 80 Jahren: Prozess gegen Hauptkriegsverbrecher des japanischen Militarismus
Bei der Erinnerung an die Befreiung von Faschismus und Krieg und das Ende des Zweiten Weltkrieges gerät auch in unseren Reihen die weltweite Perspektive oftmals aus dem Blick. Tatsächlich endete der Zweite Weltkrieg im pazifischen Raum erst Anfang September 1945 mit der Kapitulation des japanischen Militarismus. Was ebenfalls oftmals aus dem Blick gerät, sind die etwa 30 Millionen Opfer auf chinesischer Seite und zahlreiche Kriegsverbrechen der japanischen Armee, die mit den Morden im »Vernichtungskrieg« vergleichbar sind.
Daher war es für die Mehrzahl der Medien auch kein Thema, dass sich vor 80 Jahren, nämlich beginnend Ende April 1946, japanische Militärs und Politiker für zahllose Kriegsverbrechen vor einem internationalen Gerichtshof verantworten mussten. Im Tokioter Prozess vor dem IMTFE1 wurden knapp acht Monate nach Ende des Krieges im pazifischen Raum 28 der politischen und militärischen Führer des Japanischen Kaiserreiches als Hauptkriegsverbrecher von den Siegermächten angeklagt und verurteilt. Am 29. April 1946 wurde offiziell die Anklage erhoben, die Gerichtsverhandlung selbst begann am 3. Mai 1946, die Urteilsverkündung erfolgte am 12. November 1948. Urteil über Tokios Krieg weiterlesen »






























