Interview mit der Soligruppe Düsseldorf und NRW
antifa: Ihr betreut das Verfahren gegen sechs junge Antifaschist*innen, denen vorgeworfen wird, 2023 an Angriffen gegen Neonazis am Rande des sogenannten Tags der Ehre in Budapest beteiligt gewesen zu sein. Die ungarischen Behörden wollen 15 bis 20 Personen auf Videoaufnahmen erkannt haben. Nach etlichen Prozesstagen: Worum ging es bisher in Düsseldorf?
Soligruppe: Die Vorwürfe gegen die sechs lauten Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung, versuchter Mord und gefährliche Körperverletzung. Wir sagten als Soligruppe bereits zu Prozessbeginn, dass allein die Verhandlung am OLG sowie der Ort – ein Hochsicherheitsbau am Rande von Düsseldorf –, die Vorwürfe und die Untersuchungshaft völlig unverhältnismäßig sind und eine bewusste Vorverurteilung bedeuten. Bis zur Sommerpause im August gab es 32 Prozesstage. Die ersten Wochen waren einem weiteren Vorwurf vorbehalten, der nur eine Angeklagte betrifft: Emmi ist angeklagt, in Erfurt im April 2022 an einem Angriff auf einen Thor-Steinar-Laden und die dortige Verkäuferin sowie im Januar 2023 auf zwei Nazis beteiligt gewesen zu sein. Die Anschuldigungen gründen auf Video-aufzeichnungen. Ungarn-Verfahren weiterlesen »






























