Ermutigung

geschrieben von Regina Girod

8. März 2026

Eine neue feministische Bewegung formiert sich

Am 21. Oktober 2025 fand unter dem Slogan »Wir sind die Töchter« eine Demonstration vor der CDU-Zentrale in Berlin statt. Sie richtete sich gegen den von Kanzler Friedrich Merz zur Verteidigung seiner unsäglichen Stadtbilderklärung vorgebrachten Satz: »… man solle doch mal seine Töchter fragen«. Angemeldet waren 300 Demonstrantinnen, das anmeldende Bündnis sprach anschließend von 7.500 Protestierenden. Für eine kurzfristig einberufene Aktion an einem Dienstagabend eine unerwartet hohe Beteiligung.

Informationen: toechterkollektiv.de

Informationen: toechterkollektiv.de

Seitdem wachsen im Internet Frauennetzwerke, deren Anspruch weiter ist als der der Feministinnen meiner Generation, nämlich intersektionell, demokratisch und antifaschistisch, und auch Männer sind willkommen. Gemeinsam organisieren sie als Teil einer weltweiten Protestwelle für den 9. März den »Frauen*streik 2026«.

Im Aufruf dazu heißt es: »Wir streiken, weil Frauen und marginalisierte Menschen seit Jahrzehnten die tragenden Säulen der Gesellschaft sind – in der Sorgearbeit, im sozialen Bereich, in Familien, in Communities. Wir streiken, weil Gewalt, ökonomische Abhängigkeit und politische Benachteiligung immer noch Realität sind. Besonders betroffen sind Frauen mit Migrationsgeschichte, Schwarze Frauen, Frauen of Color, trans und nicht-binäre Menschen, Alleinerziehende und Menschen in prekären Jobs.«

Nach Angaben der Organisatorinnen beteiligen sich bereits Aktionsbündnisse in über 80 Städten der Bundesrepublik mit tausenden AktivistInnen. In meiner Heimatstadt Berlin ist am Nachmittag des 9. März eine Veranstaltung auf dem Bebelplatz und am Abend eine Demonstration vor dem Brandenburger Tor geplant. Ich werde dabei sein und mein Mann natürlich auch.