8. Mai: Spätes Geständnis von Konzernen zum Naziregime
Auf Initiative des BAYER-Konzerns haben 49 Firmen zum 80. Jahrestag der Befreiung Deutschlands vom Faschismus eine Erklärung veröffentlicht, in der sie sich zu ihrer Mitverantwortung für das Regime der Nazis bekennen. »Deutsche Unternehmen« hätten dazu beigetragen, die Herrschaft der Nationalsozialisten zu »festigen«. Die Machtübertragung – in der Erklärung wird von Machtübernahme durch die Nationalsozialisten 1933 gesprochen – »wäre ohne das Versagen der damligen Entscheidungsträger in Politik, Militär, Justiz und Wirtschaft nicht denkbar gewesen«, unterschreiben die geschäftsführenden CEOs, also nicht die Eigentümer.
»Auf ihren eigenen Vorteil bedacht, waren viele Unternehmen und ihre damaligen Akteure verstrickt«, konstatieren die Firmenchefs. Sie ziehen daraus die Lehre, »die Zerbrechlichkeit der Demokratie immer wieder zu erkennen« und Errungenschaften wie Rechtsstaatlichkeit und Freiheit zu schützen. Die Worte Krieg und Rüstung kommen in der Erklärung nicht vor. Rheinmetall hat ebenfalls unterschrieben, auch Thyssenkrupp, BASF, Evonik, Henkel und Siemens sowie Deutsche Bank und Deutsche Bahn. Die Konzerne haben sich demnach an der Demokratie vergangen, nicht am Frieden. Keine Lehren für heute weiterlesen »





























