Vor 100 Jahren: Antifaschistischer Selbstschutz
Bekannt ist die »Rote Ruhrarmee«, die sich im Frühjahr 1920 gegen den Kapp-Lüttwitz-Putsch stellte. Nach der Niederlage der Putschisten und dem »Bielefelder Abkommen« zwischen Reichsregierung und Gewerkschaften und Parteien, das zur Niederlegung der Waffen führte, gab es jedoch einen Rachefeldzug von Reichswehr und Freikorpsverbänden gegen die Kämpfer der »Roten Ruhrarmee«, dem mehr als tausend Arbeiter zum Opfer fielen.
Daraufhin organisierte die KPD Ende 1920 einen »antimilitaristischen Apparat« und baute als Schutzformation sogenannte Proletarische Hundertschaften auf. Diese erwiesen sich im Jahr 1923 in den Kämpfen um die Arbeiterregierungen in Thüringen und Sachsen als wichtig, waren jedoch den Reichswehrformationen hoffnungslos unterlegen. Ende November 1923 wurden sie, wie auch die öffentliche Tätigkeit der KPD, von der Reichsregierung verboten. Kampfverbände der Arbeiter weiterlesen »


























