Neue Bilder eines NS-Verbrechens lösen in Griechenland Debatten über Erinnerung und Widerstand aus
Die Gesichter sind ernst. Ernst und entschlossen. Keine Spur von Angst ist zu erkennen, obwohl die Männer auf den Fotos wissen, dass sie dem Tod entgegengehen. Einige haben den Mund geöffnet. Vielleicht singen sie. Die griechische Nationalhymne? Die Internationale? Sicher ist nur: Die Aufnahmen zeigen die Menschen, die wenige Minuten später von deutschen Besatzern ermordet werden.
Mitte Februar tauchten auf dem internationalen Militariamarkt bislang unbekannte Fotografien auf, die die Hinrichtung von 200 griechischen Kommunisten (es waren ausschließlich Männer) am 1. Mai 1944 auf dem Schießstand von Kessariani dokumentieren. Inzwischen wurden die Bilder als authentisch bestätigt. Die Erschießungen waren eine Vergeltungsmaßnahme der deutschen Besatzungsmacht für die Tötung des Wehrmachtsoffiziers Franz Krech und dreier Begleiter durch griechische Partisan*innen wenige Tage zuvor. Dabei kam erneut die zynische »Sühnequote« von 50 Geiseln für einen getöteten Deutschen zur Anwendung. Die Fotos der »Unsterblichen« weiterlesen »





























