Ein Vierteljahrhundert nach den Anschlägen: Überwachung, Generalverdacht und rechte Hetze
Dieses Jahr jähren sich die Anschläge auf das New Yorker World Trade Center zum 25. Mal. Der größte Angriff auf die USA vor einem Vierteljahrhundert – 60 Jahre nach Pearl Harbor – markierte eine Zäsur nicht nur für das Land, sondern für den gesamten kapitalistischen Westen. Dieser und seine liberale Werteordnung, geprägt von Wohlstand, Wachstum und Fortschritt, oft zulasten anderer Erdteile, waren siegreich aus dem Kalten Krieg hervorgegangen. Am 11. September 2001 zeigte sich, wie verwundbar dieses System dennoch war.
Wie verwundbar, das zeigte sich vor allem in Bildern: die brennenden Türme, Menschen, die hilflos in den oberen Stockwerken eingeschlossen waren, die einstürzenden Gebäude. Diese Bilder gingen in das kollektive Gedächtnis einer ganzen Generation ein. Rund 3.000 Menschen starben bei den Anschlägen, viele werden bis heute vermisst oder leiden an Spätfolgen. Unzählige Geschichten und antisemitische Verschwörungserzählungen entstanden seitdem – manche davon sind bis heute präsent. Was von 9/11 bleibt weiterlesen »






























