Asperger gehört in die Aufarbeitung der NS-Medizinverbrechen, nicht in eine Diagnose
Historische Forschungen zeigen, was längst bekannt sein müsste: Der Kinderarzt Hans Asperger begutachtete in der NS-Zeit Kinder, die er für »nicht bildungsfähig« und »nicht verwertbar« hielt, und schickte sie bewusst in die Wiener Kinderfachabteilung Am Spiegelgrund. Seine Beobachtungen an autistischen Kindern ordnete er danach, ob eine Eigenschaft der Gesellschaft nütze oder schade. Wenn er eine Belastung sah, überstellte er seine Patient*innen wissentlich in den Tod.
Asperger war zwar wohl kein überzeugter Nazi, aber ein ideologischer Rassenhygieniker. Er vertrat eine pseudowissenschaftliche Lehre, die vorgab, die »Erbgesundheit« zu verbessern, tatsächlich aber Zwangssterilisationen und Morde rechtfertigte. Von seinem Vorgesetzten Franz Hamburger übernahm er diese Haltung. Gemeinsam mit Hamburger, Erwin Jekelius und weiteren NS-Tätern gründete er die »Heilpädagogische Gesellschaft«, die steuern sollte, wie mit schwer behinderten Kindern im Sinne der Rassenhygiene umzugehen sei. Ein Name, der Opfer verhöhnt weiterlesen »



























