Bertl Lörcher: Porträt eines lebenslang aktiven Antifaschisten
Aufgeben kam nicht in Frage. Mit Flugblättern wehrten sich 1933 Bertl Lörcher und Freunde, mussten angstvolle Wochen der Illegalität durchstehen und wurden dann doch verhaftet. Bertl wurde verurteilt und anschließend bis Mai 1935 erst ins Gefängnis und später ins KZ Dachau verfrachtet. Die Zeit nach seiner Entlassung war keine wirkliche Freiheit. Zu groß war die Angst vor erneuter KZ-Haft. Als »Häftling auf Urlaub« fühlte er sich damals.
Seine Schwester Elisabeth, weitere Verwandte und Freunde aus der Arbeiterjugend, darunter seine spätere Ehefrau Gretel Hörndl, selbst mit 19 Jahren in »Schutzhaft«, unterstützten ihn nach Kräften. Ursprünglich »wehrunwürdig« wurde Bertl Lörcher von den Nazis im Oktober 1942 dann mit der »Bewährungseinheit 999« ins Kriegsgebiet Tunesien verfrachtet. Die Zeit im »Strafbataillon« nimmt im Buch einen größeren Platz ein, weil erstmals ausführlicher Lörchers »Kriegstagebuch« zitiert wird. Versuche, zu den gegen die Nazis kämpfenden alliierten Truppen in Afrika überzulaufen, waren zum Scheitern verurteilt. Seinem Weg treu weiterlesen »






























