Rechte Netzwerker

geschrieben von Janka Kluge

31. Mai 2017

Götz Kubitschek und sein Institut für Staatspolitik

Wer sich mit der »Neuen Rechten« beschäftigt, stößt schnell auf Götz Kubitschek. Er wurde 1970 im schwäbischen Ravensburg geboren. Nach dem Abitur leistete er seinen Wehrdienst bei einer Fernspähkompanie 200 in Weingarten ab. Von 1992 bis 1999 studierte er in Hannover und Heidelberg Germanistik, Geographie und Philosophie, um Lehrer zu werden. Damals wurde er Mitglied in der Deutschen Gildenschaft. Im Gegensatz zu vielen Burschenschaften nehmen Gilden auch Frauen auf. Trotzdem sind sie am äußersten rechten Rand angesiedelt. Spätestens dort lernte Kubitschek mit Dieter Stein und Karl-Heinz Weißmann zwei weitere Vertreter der Neuen Rechten kennen. Sie bildeten fast zwei Jahrzehnte ein Dreigestirn, das die Entwicklung der Neuen Rechten vorangetrieben hat. Dieter Stein ist Gründer und Chefredakteur der »Jungen Freiheit«. Karl-Heinz Weißmann war Redakteur der »Jungen Freiheit« und maßgeblich daran beteiligt, die Idee eines Faschismus ohne Hitler zu propagieren. Götz Kubitschek wurde ebenfalls Redakteur der »Jungen Freiheit«. Bis heute nennt er sie anerkennend das »Mutterschiff« der »Neuen Rechten« Zusammen mit Weißmann gründete er im Jahr 2000 das »Institut für Staatspolitik«. (IfS) 2003 zog das Institut vom hessischen Bad Vilbel in ein Rittergut nach Schnellroda in Sachsen-Anhalt
Bis 2004 arbeite das IfS eng mit der »Jungen Freiheit« zusammen. Zum Streit kam es zwischen Kubitschek und Stein um die Frage, ob die Eigenbezeichnung der »Neuen Rechten« noch geeignet ist. um nach außen zu wirken. Dieter Stein lehnte den Begriff für die Positionierung der »Jungen Freiheit« ab, Kubitschek verteidigte ihn. Bei dem Streit geht es auch um die Ausrichtung in der aktuellen Politik.

Wirkung weit in die AfD

Alle drei unterstützen zwar die AfD als Partei, aber unterschiedliche Fraktionen. Dieter Stein will die AfD für Konservative aus der CDU und der FDP offen halten und unterstützte deswegen in der Vergangenheit Bernd Lucke. Kubitschek lehnt diese Haltung ab. Für ihn hat die AfD nur Sinn, wenn sie sich zu einer eindeutig völkischen und nationalistischen Partei entwickelt. Entsprechend unterstützt er Björn Höcke und Alexander Gauland. Das Institut veranstaltet zweimal im Jahr mehrtägige Seminarwochenenden. Bei so einem Seminar hat Höcke, der mit Kubitschek befreundet ist, seine Rede über die Afrikaner, denen Sex im Blut liegt, gehalten. Außerdem hat er sie mit Affen und Kaninchen verglichen.
Um seine Ideen unter die Leute zu bringen hat Kubitschek 2003 die »Edition Antaios« gegründet. Aus der Edition ist inzwischen der Verlag Antaios entstanden. Zu dem Mediengeflecht gehört auch die zweimonatliche Zeitschrift »Sezession« und eine Internetseite.
In den letzten Jahren haben sich die Seminare zu einem der wichtigsten Orte entwickelt, bei denen sich Mitglieder der Identitären Bewegung treffen und wahrscheinlich auch Verabredungen treffen. Hier dürfte auch die Strategie entwickelt worden sein, dass viele Identitäre Mitglieder der »Alternativen Jugend« geworden sind. Der Jugendverband der AfD ist formal unabhängig, so dass die Partei kaum Einfluss auf ihn nehmen kann. Kubitschek gilt als der Mentor der Identitären Bewegung, die inzwischen vom Verfassungsschutz beobachtet wird, weil sie eine Nähe zum Nationalsozialismus habe. In den letzten Jahren hat Kubitschek seinen Elfenbeinturm immer wieder verlassen, um auf Demonstrationen von Pegida und Thügida zu reden.

»Ein Prozent für unser Land«

Zu den Aktivitäten Kubitscheks gehört auch die Gründung der so genannten Bürgerbewegung »Ein Prozent für unser Land«. Neben ihm haben Jürgen Elsässer, Thomas Tillschneider und Karl Albrecht Schachtschneider den eingetragenen Verein mit gegründet. Sein Name geht auf die Vorstellung zurück, dass es genügt, 1 Prozent der Bevölkerung hinter sich zu haben, um an die Macht zu gelangen.
Immer wieder haben Journalisten versucht, Kubitschek und sein faschistisches Biotop Schnellroda zu beschreiben. Dem Redakteur der FAZ, Justus Bender, ist dabei im April 2016 ein besonderer Einblick gelungen. »Nachts sitzen in der Dorfkneipe von Schnellroda junge Rechte und trinken Bier. Es sind Teilnehmer eines Seminars des ›Instituts für Staatspolitik‹, das den Tag über auf Kubitscheks Rittergut stattgefunden hat. Institutsleiter Erik Lehnert erklärt, man habe den Nachwuchs in ›Guerrilla Marketing‹ geschult. Die Teilnehmer seien junge Leute der ›IB‹, der völkischen »Identitären Bewegung« gewesen, sowie ›AfD-Anwärter‹.«
Dass Götz Kubitschek und seine Frau Ellen Kositza nicht Mitglied der AfD werden durften, hat sie wahrscheinlich geschmerzt. Ihr Einfluss reicht aber weit über die Partei hinaus.

Internationale Proteste gegen Ehrung der Waffen-SS in Riga

geschrieben von Thomas Willms

31. Mai 2017

Wie schon in den Jahren 2014 und 2016 demonstrierte eine Gruppe von Aktivisten der VVN-BdA am 15. März in Riga gegen den jährlichen Gedenkmarsch zur Ehrung der so genannten »Legionäre« der Waffen-SS.

Nach den Repressalien der lettischen Regierung gegen anreisende deutsche Antifaschistinnen und Antifaschisten im vergangenen Jahr kam es in diesem Jahr zu abgestimmten Protest-aktionen mehrerer in der FIR organisierten Verbände gegen die Ehrung von Angehörigen der Waffen-SS in der lettischen Hauptstadt und die Unterdrückung antifaschistischer Proteste in Lettland. Dr. Ulrich Schneider, Generalsekretär der FIR, hatte bereits vorab gegenüber der lettischen Botschafterin in Deutschland, Frau Elita Kuzma, schärfsten Protest erhoben. In seinem Schreiben heißt es u.a.: »Seit über 25 Jahren veranstalten ehemalige SS-Kollaborateure, Angehörige und politische Anhänger einen Marsch und eine Kundgebung am Freiheitsdenkmal zu Ehren der lettischen Einheiten der Waffen-SS. Nachdem dies anfangs eher geduldet wurde, erlebt man in den letzten Jahren eine offene Unterstützung der Behörden. Wir können den regierungsoffiziellen Erklärungen zum Charakter der baltischen Waffen-SS-Einheiten nicht folgen. Zurecht hat der Internationale Militärgerichtshof in Nürnberg – als Gericht der Völker – in seinem Urteil die SS in allen ihren Untergliederungen – und damit auch die baltischen Waffen-SS Einheiten – als verbrecherische Organisation verurteilt.«
Vilmos Hanti, Präsident der FIR, leitete persönlich den Protest vor der lettischen Botschaft in Budapest. Es wurden, wie auch an allen anderen Orten, Fotodokumente gezeigt, die die Morde lettischer Kollaborateure an Jüdinnen und Juden Lettlands zeigen.

In Athen protestierten 100 Mitglieder von P.E.A.E.A. vor der lettischen Botschaft und überreichten eine Resolution an den Präsidenten der Republik Lettland.:

In Lissabon protestierte Marília Villaverde Cabral vom Verband URAP mit einem Schreiben an den Botschafter der Republik Lettland.In Rom führte der Verband A.N.P.I. einen Protest durch.

In Berlin sprachen vor 30 Demonstranten der Landesvorsitzende der VVN-BdA Dr. Hans Coppi, der Bundestagsabgeordnete Volker Beck, von Bündnis 90/Grüne und Rita Bock, deren Großmutter nach Riga deportiert und dort ermordet wurde.
In Bremen demonstrierten bereits am Vormittag 20 Antifaschisten und Antifaschistinnen aus Bremen und Niedersachsen. Der bremische Landesvorsitzende der VVN-BdA, Raimund Gaebelein, übergab ein Protestschreiben an Herrn Lutz Peper, den lettischen Honorarkonsul, in dem es u.a. heißt: »Da wir davon ausgehen, dass Sie wie wir eine Ehrung von Angehörigen der Waffen-SS egal in welchem Land verurteilen, möchten wir Sie in Ihrer Funktion als Honorarkonsul der Republik Lettland bitten, Ihren Einfluss und Ihre Kontakte in Lettland zu nutzen und sowohl gegen die Ehrung an sich als auch gegen die Behinderung der lettischen Antifaschisten und ihrer Gäste Stellung zu nehmen.«
In München protestierten ebenfalls 20 Antifaschisten, darunter Bernhard Grube, dessen Onkel und Tante nach Riga deportiert worden waren. Dr. Guido Hoyer, bayrischer Landesgeschäftsführer der VVN-BdA, übergab ein Protestschreiben an das Sekretariat des Konsulats.

In Frankfurt/M. eröffnete vor ca. 100 Demonstranten Peter Christian Walther, Landessprecher der VVN-BdA, den Protest mit folgenden Worten: »Wir stehen hier vor dem Konsulat der Republik Lettland und protestieren dagegen, dass in der Hauptstadt von Lettland alljährlich am 16.März, dem ›Tag der Legionäre‹, Einheiten und Angehörige der lettischen Waffen-SSmit einem ›Ehrenmarsch‹ geehrt und als ›Freiheitshelden‹ gefeiert werden. Wir stehen hier als deutsche und europäische Demokraten und Antifaschisten, weil wir eine solche Verherrlichung der SS und der damit verbundenen Leugnung ihrer Verbrechen nicht dulden. Den Aufruf zu diesem Protest haben über 125 Frankfurter Bürgerinnen und Bürger, darunter mehrere Mandatsträgerinnen und Mandatsträger sowie Vorsitzende von Frankfurter Gewerkschaften, Parteien und Organisationen unterzeichnet. Auch in ihrem Namen stehen wir hier. Wir stehen hier, weil die Regierung und die Behörden von Lettland den Aufmarsch der Veteranen und Anhänger der lettischen SS zwar dulden und akzeptieren, vor einigen Jahren sogar noch unterstützt haben, aber deutsche und europäische Antifaschisten daran hindern, an Ort und Stelle in Riga zu protestieren, um lettische Antifaschisten bei ihrem Protest zu unterstützen. So wurden im vergangenen Jahr deutsche Antifaschisten an der Einreise gehindert bzw. festgenommen und ausgewiesen. Deshalb stehen wir jetzt hier zum Protest vor den Vertretungen der Republik Lettland. Das geschieht heute auch in anderen Städten der Bundesrepublik und Europas. Die lettischen Sonderkommandos und Polizei-Einheiten, die zum Kern der lettischen Waffen-SS-Divisionen gehören, haben über 70.000 Juden, Frauen, Männer und Kinder, ermordet. Wir stehen hier zum Protest, weil wir das denOpfern dieser Verbrechen schuldig sind. Zu ihnen gehören auch die 992Frankfurter Juden, die am 22.November 1941 von Frankfurt nach Riga deportiert und dort umgebracht wurden. In Europa darf es keine Ehrung der Waffen-SS und, damit verbunden, deren Verbrechen geben. Mit der ›Ehrung‹ von SS-Einheiten und deren Angehörigen wird faschistischer Ideologie und faschistischen Praktiken der Weg geebnet. Das dürfen und das werden wir inEuropa nicht dulden.« Im weiteren sprachen Jürgen G. Richter, Vorsitzender des Landesausschusses der Jüdischen Gemeinde in Hessen und Ulli Nissen, Frankfurter Bundestagsabgeordnete der SPD, der Frankfurter DGB-Vorsitzende Philipp Jacks, die stellv. Landtagsfraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, Martina Feldmayer, und die Landtagsabgeordnete der Linken, Gabi Faulhaber.

In Düsseldorf protestierten 20 Antifaschistinnen und Antifaschisten vor dem Honorarkonsulat, aus dem es keinerlei Reaktion gab. Vor dem lettischen Honorarkonsulat in Hamburg sprach Cornelia Kerth, Bundesvorsitzende der VVN-BdA, und informierte zahlreiche Passanten über die skandalösen Vorgänge in Riga. Am 16. schließlich protestierte eine Gruppe der VVN-BdA vor dem Honorarkonsulat in Künzelsau (Baden-Württemberg).

Nazigegner im Visier

28. Mai 2017

Wenige Tage nach dem Höcke-Freispruch (siehe »Dresdner Freiheiten«) wurde bekannt, dass die Dresdner Staatsanwaltschaft im Verfahren gegen den Nazigegner Tim H. erneut eine Revision beantragt hat. Tim H. war nach drei Prozessen im Verlauf von sechs Jahren vom Landgericht Dresden schließlich vom Vorwurf des Landfriedensbruchs und der Aufforderung zu Straftaten, die er bei einer Anti-Nazi-Demonstration im Februar 2011 begangen haben soll, freigesprochen worden. Gegen diesen Freispruch wendet sich die Staatsanwaltschaft.

Auschwitz-Verfahren

28. Mai 2017

Nach Presseberichten sind gegenwärtig 28 Verfahren gegen ehemalige SS-Männer aus dem KZ Auschwitz anhängig. Im Gange sind Ermittlungen der Zentralstelle in Ludwigsburg gegen SS-Angehörige in weiteren KZs. Erst die Zustimmung des Bundesgerichtshofs zu dem Grundsatz, dass jeder SS-Angehörige allein schon durch seinen Dienst im KZ die Massenmorde ermöglicht und sich damit strafbar gemacht habe, hätten neue Ermittlungen gegen noch lebende SS-Angehörige ermöglicht. Wegen ihres hohen Alters kommt es jedoch kaum noch zu einer Inhaftierung.

Dresdner Freiheiten

28. Mai 2017

Eingestellt hat die Dresdner Staatsanwaltschaft die Ermittlungen gegen den AfD-Politiker Björn Höcke, der das Berliner Holocaust-Mahnmal als »Denkmal der Schande« bezeichnet und eine »erinnerungspolitische Wende um 180 Grad« gefordert hatte. Danach waren mehrere Strafanzeigen eingegangen. Laut Dresdner Staatsanwaltschaft handele es sich jedoch nicht um Volksverhetzung oder Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener; Höckes »radikale Kritik« werde vielmehr von der Meinungsfreiheit gedeckt. Ebenfalls eingestellt hat die Dresdner Staatsanwaltschaft die Ermittlungen gegen das demonstrative Zeigen eines Galgens mit Schildern »Reserviert« für Merkel und Gabriel bei der Pegida-Demonstration im Oktober 2015. Laut Staatsanwaltschaft lasse sich damit »weder eine Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten noch eine öffentliche Aufforderung zu Straftaten nachweisen«.

Staatsgeldentzug

25. Mai 2017

Bundesregierung und Bundesrat wollen die neofaschistische NPD, aber auch andere »verfassungsfeindliche« Organisationen von der staatlichen Finanzierung ausschließen. Bundesinnenminister und Bundesjustizminister legten dazu Vorschläge zur Änderung des Grundgesetzes sowie weiterer Gesetze vor. Wie beim Parteienverbot soll über den Ausschluss von der staatlichen Finanzierung das Bundesverfassungsgericht entscheiden.

Hauptziel Abweisung

25. Mai 2017

Abschottung gegenüber Flüchtlingen und Abschiebungen sind nach Feststellung von Betroffenen und Menschenrechtsorganisationen das Hauptziel deutscher und EU-europäischer Flüchtlingspolitik. Afrikanische Staaten sollen, ebenso wie die Türkei, mit Hilfe von EU-Geldern für Flüchtlinge zu Bollwerken gegenüber Europa werden. Die Verhältnisse für Flüchtlinge sind in diesen Gebieten überwiegend katastrophal bis lebensgefährlich. Abschiebungen (auch von Kranken) aus Deutschland und EU-Staaten z.B. nach Afghanistan werden trotz kriegerischer Auseinandersetzungen und Anschlägen in diesem Land in zunehmendem Umfang durchgeführt. Nach Angaben der Vereinten Nationen kamen im vergangenen Jahr mehr als 11.400 Zivilisten durch Anschläge und kriegerische Handlungen ums Leben.

Ursachen bekämpfen

25. Mai 2017

Über hundert Träger des Bundesverdienstkreuzes forderten in einem gemeinsamen Appell vom Bundestag die Einrichtung einer Enquetekommission zur Bekämpfung der Fluchtursachen, zu denen auch Deutschland beitrage. Genannt werden u.a. Rüstungsexporte, unfaire Handelsabkommen, die Rohstoffwirtschaft und Agrarsubventionen. Statt Flüchtlinge zu bekämpfen, sei es notwendig, gegen die Fluchtursachen vorzugehen, erklärte einer der Aufruf-Initiatoren, Ex-Bundesumweltminister Klaus Töpfer (CDU).

Nicht alle gezählt

22. Mai 2017

Mängel bei der Erfassung von Hassverbrechen wirft der Europarat Deutschland vor. Die Polizeibehörden stützten sich bei der Registrierung auf eine »übertrieben restriktive Definition« von Hassverbrechen, erklärte der Anti-Rassismus-Kommission des Europarates (ECRI). Daher gebe es »beträchtliche Unterschiede« zwischen der behördlichen Zählung und den Zahlen zivilgesellschaftlicher Organisationen. Als Hassverbrechen gelten Taten, bei denen etwa Hautfarbe, Religion, sexuelle Orientierung oder Herkunft des Opfers eine Rolle spielen.

Neonazis beim Bund

22. Mai 2017

Der Militärische Abschirmdienst (MAD) geht von 275 »rechtsextremen Verdachtsfällen« in der Bundeswehr aus. Diese würden gegenwärtig überprüft. Das geht aus der Antwort auf eine Anfrage der Linksfraktion hervor. 143 Fälle seien im Jahr 2016 bekannt geworden, 53 Fälle im ersten Quartal dieses Jahres. Die übrigen stammen aus den Vorjahren. Häufig handele es sich um sogenannte Propagandadelikte. Mehrfach haben Soldaten etwa »Sieg Heil« gerufen oder den Hitlergruß gezeigt. Die Verfolgung solcher Taten scheint allerdings ziemlich lasch zu sein. So gab es z.B. für ein Hakenkreuz auf der Feldjacke eine »Verwarnung«; die Verbreitung des Textes, dass ein Maschinengewehr mit 1400 Schuss in der Minute »das schnellste deutsche Asylverfahren« wäre, reichte nicht zu einem Disziplinartverfahren; ein Dienstvergehen konnte dabei »nicht nachgewiesen werden«.

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