AfD-Verbot jetzt! Verharmlosung, Beschwichtigung und Legitimierung befördern Aufstieg extrem rechter Partei
Noch während der von Wohlstandschauvinismus und Ressentiment geprägten Debatte um den »EU-Rettungsschirm« war 2010 das rassistische Machwerk »Deutschland schafft sich ab« des damaligen Bundesbankvorstands und Berliner Exfinanzsenators Sarrazin schnell zum Bestseller hochgejazzt worden. So schien es fast folgerichtig, dass ermittelt werden musste, welche Chancen eine »Sarrazin-Partei« hätte. Mit prognostizierten 18 Prozent lag das Ergebnis im Rahmen der damals schon bekannten Studien zur Verbreitung rechter Einstellungsmuster in Deutschland. Es gab also gute Chancen für ein Partei, die »faule Griechen« und »Integration verweigernde« Einwanderer »in unsere Sozialsysteme« den »hart arbeitenden Menschen« gegenüberstellte.
2011 trat ein »Bündnis Bürgerwille« an die Öffentlichkeit, dessen wesentliche Köpfe der ordoliberale Professor Bernd Lucke (noch CDU), der Industrievertreter Hans-Olaf Henkel und die in reaktionären Netzwerken aktive Adelslobbyistin Beatrix von Storch waren. 2012 erweiterte sich der Kreis um Alexander Gauland (noch CDU), den FAZ- und Welt-Redakteur Konrad Adam und Joachim Starbatty, der zehn Jahre zuvor mit Manfred Brunner den »Bund freier Bürger« (BfB) gegründet hatte, zur »Wahlalternative 2013«. So wie das antifeministische Projekt »Zivile Koalition«, mit dem von Storch gegen Gender-Themen und Abtreibung mobil machte, wurde auch der BfB durch Millionen-Zuwendungen des in der Schweiz lebenden Milliardärs August von Finck finanziert; er gehörte zudem zu den Förderern der dann aus der »Wahlalternative« heraus gegründeten AfD. Schlichte Notwendigkeit weiterlesen »






























