250 Jahre USA
4. September 2026
Die FIR erinnert an die antifaschistische Geschichte der Vereinigten Staaten
Wir erinnern daran, dass die US-Streitkräfte ein wichtiger Bestandteil der Anti-Hitler-Koalition waren, die zur militärischen Zerschlagung der Nazibarbarei beigetragen haben. Dazu gehören insbesondere die Befreiung von Teilen Italiens im Sommer 1943 und das Ende der Mussolini-Herrschaft. Dazu gehört die späte Eröffnung der Zweiten Front im Sommer 1944 mit der Invasion in der Normandie, die endlich zur Entlastung der sowjetischen Streitkräfte an der Ostfront beitragen konnte. Und die Konferenz der »Großen Drei« von Jalta, an der für die USA Präsident Roosevelt teilnahm, schuf die Voraussetzungen einer europäischen Nachkriegsordnung, die erreichen sollte, dass es nie wieder Faschismus und nie wieder Krieg in Europa geben würde. Die Gründung der Vereinten Nationen als neue internationale Friedensinstitution war ein weiteres Ergebnis dieser Zusammenarbeit.
Wir erinnern an die amerikanischen Antifaschisten, die – trotz Behinderung durch die US-Regierung – den Weg nach Spanien zur Verteidigung der Republik in den Reihen der Internationalen Brigaden als Abraham-Lincoln-Brigade gefunden haben. Deren Nachfahren sind bis heute mit der FIR verbunden.
Wir vergessen nicht, dass in den Jahren der NS-Verfolgung zahlreiche deutsche und andere Antifaschisten aus Europa politisches Exil in den USA bekamen, darunter die berühmten Schriftsteller Thomas Mann, Stefan Heym und Bertolt Brecht. Sie hatten während des Krieges die Möglichkeit, sich aktiv an der antifaschistischen Aufklärung der deutschen Bevölkerung zu beteiligen.
Wir vergessen aber auch nicht, wie diese antifaschistische Gemeinsamkeit durch die McCarthy-Ära zerstört wurde: Deutsche Antifaschisten wurden wegen »unamerikanischer Umtriebe« aus dem Land vertrieben, andere wegen ihrer Überzeugung mit Berufsverbot belegt, zum Beispiel in Hollywood. (…) Die FIR und ihre Mitgliedsverbände waren über viele Jahre solidarisch mit den Opfern der US-Militärpolitik, insbesondere mit Vietnam, das durch die US-Luftwaffe zerbombt wurde (…). Gemeinsam mit den Friedenskräften in den USA und weltweit feierte die FIR den Sieg des vietnamesischen Volkes im April 1975. Und wir vergessen auch nicht, dass sich der erste Satz der Präambel der Verfassung – »Wir, das Volk der Vereinig-ten Staaten« – damals allein auf die Gesellschaft der Einwanderer bezog. Die indigenen Völker und die als Sklaven für die Plantagen in die USA verschleppten schwarzafrikanischen Menschen mussten noch Jahrhunderte um die Anerkennung ihrer Rechte kämpfen. Die FIR und ihre Mitgliedsverbände haben die Politik der Rassentrennung immer wieder kritisiert. Sie verfolgten die Aktivitäten der Bürgerrechtsbewegung mit großer Sympathie, etwa die eindrucksvolle Rede von Martin Luther King (»I have a dream«), beklagten aber auch dessen Ermordung im April 1968 durch einen rassistischen Anschlag.
Aus Anlass des 250. Jahrestages der Unabhängigkeitserklärung – der Gründungsurkunde der Vereinigten Staaten von Amerika – erinnerte die FIR in ihrem wöchentlichen Newsletter an die Geschichte der USA aus antifaschistischer Perspektive. Nebenstehend einige Auszüge.





























