Vision nach 75 Jahren
4. September 2026
Die Internationale Föderation der Widerstandskämpfer (FIR) und der XX. Kongress
Anfang Juli traf sich das FIR-Leitungsgremium zu seiner regulären Sitzung in Berlin, um den anstehenden regulären Kongress in Lissabon vorzubereiten. Obwohl alle Mitgliedsorganisationen in den vergangenen Monaten mit vielfältigen Aktionen in der Öffentlichkeit waren, wie die schriftlichen Berichte aus Griechenland und Italien zeigten, war dieser Tagesordnungspunkt kurz, weil es zum einen darum ging, die inhaltlichen Eckpunkte des Kongresses, der auch eine Zukunftsvision nach 75 Jahren aktiver Arbeit zu formulieren hat, zu debattieren. In den Veröffentlichungen der letzten Zeit – zum Beispiel dem Grußwort des Präsidenten – waren bereits wichtige Thesen dazu vorgelegt worden. Dabei geht es auch um die Einbeziehung der jungen Generationen in die Arbeit und die Weitergabe der historischen Erfahrungen.
Gleichzeitig ging es um organisatorische Rahmenbedingungen dieses Ereignisses, bei dem neben den Regularien (Rechenschaftsbericht und politische Debatte, Neuwahlen und Anträge) auch das 75-jährige Jubiläum öffentlich begangen werden soll, verbunden mit der Überreichung des Michel-Vanderborght-Awards. Außerdem ist vorgesehen, in Abstimmung mit dem portugiesischen Mitgliedsverband eine Veranstaltung in der Gedenkstätte Gefängnis Fort Peniche durchzuführen. Sobald die technischen Details feststehen, werden alle Mitgliedsverbände offiziell über die Anmeldeformalitäten informiert. Dabei empfahl der Exekutivausschuss allen Mitgliedsverbänden, die mehr als eine*n Delegierte*n entsenden können, auch junge Mitglieder zu berücksichtigen. Nur wer die FIR selber kennengelernt hat, bekommt ein Gefühl dafür, warum diese Dachorganisation auch in Zukunft eine Berechtigung hat. Am Ende der Berliner Tagung organisierte die FIR gemeinsam mit den Kämpfern und Freunden der Spanischen Republik (KFSR) am Spanienkämpfer-Denkmal ein emotionales Gedenken. Es sprachen der Vorsitzende des KFSR Harald Wittstock, André Goldstein, Sohn des in der FIR unvergessenen politischen Sekretärs Kurt Julius Goldstein, und Carles Vallejo vom spanischen Mitgliedsverband. Sängerinnen und Sänger des Rotfuchs-Chores präsentierten antifaschistische Lieder, bevor der FIR-Präsident Vilmos Hanti und der Generalsekretär Ulrich Schneider gemeinsam ein Gesteck niederlegten.
Ein Dank der FIR geht an alle Mitglieder der VVN-BdA, die zu dieser erfolgreichen Tagung ihren persönlichen Beitrag geleistet haben. (red)





























