Ein umfangreiches Lesewerk über Strategien, Konflikte und Selbstverständnis der autonomen Bewegung
Innerhalb weniger Jahre ist die AfD bundesweit zur zweitstärksten Partei geworden, in manchen Bundesländern zur stärksten. Zugleich ist die Antifabewegung oft zersplittert und in strategischen Fragen uneinig. Vor diesem Hintergrund ist dieser Doppelband ein wichtiger Versuch, die Diskussionen der letzten zehn Jahre innerhalb der autonomen Antifabewegung zu dokumentieren. Das Werk versteht sich als »Werkzeug« für die Weiterentwicklung antifaschistischer Praxis, nicht als Theorieproduktion. Die Bände versammeln Texte aus Medien wie AIB, Lotta, Interim oder Autonomes Blättchen. Sie spiegeln den Stand einer Strömung wider, die sich bewusst in Distanz zu Parteien, Staat und reformistischen Großorganisationen organisiert. Dass hier also die Perspektive der autonomen Antifa im Mittelpunkt steht, ist Teil des Konzepts. Viele der Texte setzen sich mit Repression und Kriminalisierung auseinander. Die Prozesse um das »Antifa-Ost-Verfahren« und den Budapest-Komplex werden mehrfach aufgegriffen. Besonders berührend ist ein Beitrag über die Kooperation zwischen Angehörigen von Inhaftierten und Autonomen – ein selten beleuchteter Aspekt der Solidarität, der an verlorenes Wissen linker Geschichte erinnert. Dokumentation der Antifadebatten weiterlesen »





























