Die »Aktion 3. Welt Saar« will verschiedene Kämpfe miteinander verbinden. Gespräch mit Roland Röder
antifa: Die Anfänge Eurer Organisation liegen jetzt rund 40 Jahre zurück. Wie kam es zur Gründung?
Roland Röder: Der Konsens war damals die Wut und Empörung darüber, dass Menschen verhungern, obwohl schon seit Jahrzehnten genügend Nahrungsmittel produziert wurden. Dagegen wollten wir etwas tun. Wir haben mit der Gründung der »Aktion 3.Welt Saar« diesen moralischen Impuls verstetigt und ihm eine Struktur gegeben. Wir ahnten damals schon, dass der Grund des Übels, also des Verhungerns, im »Herzen der Bestie« liegt, also in den sogenannten entwickelten Ländern des globalen Nordens.
antifa: Euer Name lässt den Eindruck entstehen, Ihr seid vorwiegend im Bereich Unterstützungsarbeit für den globalen Süden tätig …
R. R.: … ja ja, die Sache mit unserem Namen: Damit beziehen wir uns auf den dritten Stand der Französischen Revolution. Das war der Stand, der erst einmal nichts hatte und aufbrach, sich das zu nehmen, was ihm, salopp gesagt, zustand. Wir haben bewusst kein Projekt im globalen Süden, weil wir uns nicht anmaßen möchten, über Tausende von Kilometern hinweg andere zu »entwickeln«. Wir entwickeln diese Gesellschaft. Und so sehr man auch diese Projektarbeit oft und gern mit dem Begriff »Hilfe zur Selbsthilfe« umschreibt, bleibt es in meinen Augen oft Paternalismus und Eurozentrismus. Wo gibt es das schon? weiterlesen »






























