Antifaschistische Pädagogik in Theorie und Praxis
Der Sammelband »Antifaschistische Pädagogik« von Merlin Wolf (Hrsg.), arbeitet wichtige Leitlinien, Ideen und Aktionsfelder für diesen Bereich heraus. Dabei liefert er einen guten Überblick über verschiedene theoretische Aspekte wie auch praktische Zugänge.
In Bezug auf die Darstellung theoretischer Hintergründe ist Wolfs Eingangskapitel zu Autoritarismus besonders erwähnenswert, in dem er die Notwendigkeit einer eigenständigen Behandlung des Themenkomplexes darlegt, da dieser in der Demokratiepädagogik häufig hinter den Aspekten Antidiskriminierung und Vorurteilsprävention zurückbleibe. Seine Einführung in Autoritarismusstudien (nicht nur) der Frankfurter Schule ist auch für Nicht-Spezialistinnen gut lesbar. Er gibt einen übersichtlichen Einblick in ein Forschungsfeld, das – ausgehend von der Forderung an Erziehung, dass Auschwitz sich nicht wiederholen können dürfe – die Entwicklung von selbstständigen und eigenverantwortlichen Persönlichkeiten in den Mittelpunkt stellt. Dabei spiele die Bekämpfung von Angst und Ekel eine besondere Rolle, wobei auch »gesellschaftliche und ökonomische Faktoren wieder stärker diskutiert werden [müssten]. Unsicherheiten schüren Angst und triggern Menschen, die eine autoritäre Disposition haben.« Überall notwendig und möglich weiterlesen »



























