Geschichtsvermittlung per Instagram
Dass die Lebensgeschichte eines ermordeten jüdischen Mädchens ausgerechnet zu einer Instagram-Story verarbeitet wird, ruft zunächst instinktiv Abwehr hervor. Diese vor allem bei sehr jungen Menschen beliebte Social-Media-Plattform steht schließlich, wie kaum eine andere, für die Kommerzialisierung der Kommunikation, gipfelnd in dem atemberaubenden neuen Beruf des »Influencers«. »Stories« auf Instagram werden zudem routinemäßig nach 24 Stunden gelöscht (es sei denn, sie werden als »Highlight« definiert) was als künstliche Verknappung des Gutes heftige Suchteffekte bei Followern auslösen kann. Gerade diese technische Plattform, die mit eigenen ästhetischen Prinzipien, Nutzererwartungen- und -gewohnheiten verbunden ist, nutzte der israelische High-Tech-Unternehmer Matti Kochavi, um die Geschichte des ungarischen Mädchens Eva Heyman neu zu erzählen, schwerpunktmäßig für die Zielgruppe israelische Teenager. Eva.stories weiterlesen »






























