Gisela Heiden im antifa-Gespräch über ihren Großvater und den Kampf um die KZ-Gedenkstätte Sachsenburg
antifa: Dein Großvater wurde von den Nazis verfolgt und war Häftling in verschiedenen frühen Konzentrationslagern. Was kannst du über seine Geschichte erzählen, und was hast du davon als Kind mitbekommen?
Gisela: Mein Großvater Hans Riedel, mit dem ich aufgewachsen bin, wurde im September 1933 von der Gestapo mitgenommen. Er wurde 1907 als elftes Kind einer SPD-geprägten Arbeiterfamilie geboren. Hans war Kommunist, leitete 1932 eine Kindergruppe, versteckte Waffen für die KPD und klebte Plakate gegen die Nazis. 1933 ging er zu Fuß über die Grenze ins Exil in die Tschechoslowakei, wurde aber von der Parteileitung nach einigen Monaten zurückgeschickt, um die illegale KPD im Erzgebirge aufzubauen. Auf dem Rückweg lief er einer SA-Streife in die Arme und stand von da an unter Beobachtung. Ich gab ein Versprechen ab weiterlesen »