Vom Nachkriegs-Bündnis zum Zukunftsmodell
Seit Jahren ist es in den verschiedenen Spektren der antifaschistischen Bewegung unstrittig, dass Antifaschismus keine »Ein-Punkt-Bewegung« sein kann. Die traditionellen Verbände formulierten das mit den Worten »Antifaschismus ist Humanismus in Aktion« oder »Antifaschismus ist mehr als eine Gegenbewegung«. Vor fast zwanzig Jahren entstand die Losung »Zukunftsentwurf Antifaschismus«.
Damit ist klar, dass eine antifaschistische …
Archiv
Auftrag Antifaschismus
4. März 2016
Nein zur EU, Ja zur Nato?
3. März 2016
Europa zwischen Nationalismus und Rechtspopulismus
Durch die meisten Medien geistert seit Wochen die Sorge, dass die Flüchtlingsfrage zu einer Zerstörung der EU führen könne. Zeitungen titelten bereits »EU am Ende« – manchmal mit, manchmal ohne Fragezeichen. Sicherlich ist diese Aussage deutlich zu früh formuliert, aber die Gemeinsamkeit, die als Grundlage der Europäischen Union lange Zeit behauptet …
Welches Erbe wird gepflegt?
3. März 2016
Das polnische Wrocław trägt 2016 den Titel »Europäische Kulturhauptstadt«
Die Vergabe des imagefördernden Titels soll »den Reichtum und die Vielfalt der europäischen Kulturen sowie ihre Gemeinsamkeiten veranschaulichen« und ein besseres Verständnis der BürgerInnen Europas füreinander ermöglichen. Die Wunschvorstellungen von einer europäischen »Wertegemeinschaft« sind jedoch mit dem Rechtspopulismus und Nationalismus in Europa nicht in Einklang zu bringen. …
Vor 65 Jahren: Die »131er«
2. März 2016
Fürsorge und Freispruch für Mitläufer und Täter des Verbrecherstaates
Das »Gesetz zur Regelung der Rechtsverhältnisse der unter Artikel 131 des Grundgesetzes (GG) fallenden Personen« wurde am 11. Mai 1951 rückwirkend ab 1. April 1951 in Kraft gesetzt. Art. 131 ist bis heute Bestandteil des GG. Sein Wortlaut ist als Auftrag an den Gesetzgeber kaum auffällig. Er …
»In rechte Bahnen lenken«
1. März 2016
Vor 55 Jahren: Die Ausstellung »Ungesühnte Nazijustiz« in München
4 KLs – So 13/42 (I 3 b/42). Unter diesem Aktenzeichen wurde am 4. August 1942 Jan Ziarnecki, 19 Jahre alt, bis zu seiner Verhaftung am 3. Januar 1942 Landarbeiter auf dem Hof des Bauern Michael K. im Landkreis Erding bei München, zum Tode verurteilt. Das Urteil …
Die »zweite Generation«
1. März 2016
Von Kindern des Widerstands und der Verfolgung
Was können wir? So lautet die wichtigste der drei Leitfragen für unseren bevorstehenden Geschichtskongress. Mit den Berichten der Zeitzeugen unserer Gründergeneration konnten wir bisher unsere Geschichtsarbeit lebendig gestalten. Diese Quelle ist nun leider weitgehend versiegt und durch Archivalien nur unvollkommen zu ersetzen. Umso wertvoller sind Berichte und Lebensläufe von …
Lotte Rayss war auch Lilo
1. März 2016
Friedrich Wolfs Poem setzte zwei mutigen Frauen ein Denkmal
Friedrich Wolfs Poem über Lilo Hermann gehört zu seinen bekanntesten Werken. Außerhalb Stuttgarts weiß aber kaum jemand, dass er in seinem Gedicht zwei verschiedene Frauen beschreibt. Bereits 2009 schrieb Lothar Letsche in der UZ: »Was der damals in Stuttgart wirkende Arzt und Schriftsteller Friedrich Wolf (1888-1953) ab …
Kein »Ein-Buch-Autor«
1. März 2016
Eine politische Biographie über Bruno Apitz
»Jeder Schriftsteller hat sein Thema. Das meine ist der Antifaschismus, und ich betrachte seine literarische Gestaltung als eine wichtige und aktuelle Aufgabe unserer sozialistischen Literatur.« Dieses Bekenntnis formulierte Bruno Apitz (1900 – 1979) im Jahr 1966 in der Zeitschrift »Neue Deutsche Literatur«. Sein Ziel war »eine neue moralische Qualität unserer …
Der letzte Zeuge
1. März 2016
Zum Tod von Samuel Willenberg
Mit Samuel Willenberg starb am 19. Februar im Alter von 93 Jahren der letzte Überlebende des Vernichtungslagers Treblinka. Damit endet die konkrete Erinnerung an eine der furchtbarsten Einrichtungen, die von Deutschen erdacht und bis zum bitteren Ende in Funktion gehalten wurden. Gleichwohl ist sie im Land der Erinnerungsweltmeister genauso weitgehend unbekannt …
Man nannte sie »U-Boote«
1. März 2016
Eine Ausstellung über Fluchtorte für Verfolgte
Etwa 7.000 jüdische Verfolgte sind allein in Berlin untergetaucht, um der Deportation durch die Nazis zu entgehen, 1.500 davon haben überlebt.
Die Ausstellung »Dem Leben hinterher – Fluchtorte jüdischer Verfolgter« dokumentiert, dass zahlreiche jüdische Menschen ihre Verfolgung nicht hingenommen haben, sondern sich den Repressalien der Nazis und der Deportation durch Flucht …






























