Vor gut 100 Jahren wurde mit dem Institut für Sozialforschung die Frankfurter Schule begründet
Als vor gut hundert Jahren, im Juni 1924, das Institut für Sozialforschung in Frankfurt am Main die offizielle Arbeit aufnahm, ahnte wahrscheinlich niemand, dass die Gründung einmal Geschichte schreiben würde. Am Anfang stand eine Stiftung von Felix und Hermann Weil. Felix Weil konnte durch das Geld, das sein Vater Hermann Weil durch Weizenhandel in Argentinien verdient hat, ein Leben ohne finanzielle Sorgen führen. Er wurde 1919 kurz vor der Promotion in Tübingen wegen revolutionär-politischen Engagements aus Württemberg ausgewiesen und zog nach Frankfurt. Dort konnte er seine Promotion nachholen. 1923 finanzierte Felix Weil die »Marxistische Arbeitswoche« in Geraberg in Thüringen. An der Tagung nahmen damals führende Marxisten wie Georg Lukács, Karl Korsch oder Friedrich Pollock teil.
Dieses Treffen war die erste Tagung des 1923 per Erlass des preußischen Bildungsministeriums ins Leben gerufenen Instituts. Felix und Hermann Weil erkannten die Bedeutung einer übergreifenden marxistischen Forschungseinrichtung und gründeten eine großzügig ausgestattete Stiftung zur Finanzierung des Instituts. Der erste Direktor wurde Carl Grünberg. Unter seiner Leitung arbeitete das Institut eng mit dem Marx-Engels-Institut in Moskau zusammen. Warum folgen sie dem Faschismus? weiterlesen »






























