Bombenattentate in Südtirol und die frühe Bundesrepublik
Wie ist es, den verstorbenen Vater als Rechtsterroristen kennenzulernen? Wie konnte dieser wie weitere Täter straffrei bleiben? Und welche Rolle spielte die DDR in der Thematisierung rechter Gewaltakte in Südtirol?
Traudl Bünger begibt sich in ihrem Buch akribisch auf die Suche nach Antworten und begegnet dem titelgebenden »Eisernen Schweigen« ihres Vaters mit einer vierjährigen Archivrecherche, bei der sie auch den Verhandlungsunwillen der damaligen Bundesrepublik in den Blick nimmt.
Entstanden ist dabei ein Buch, das zwei Zeitstränge verfolgt und diese immer wieder miteinander verbindet: zum einen die Recherche, die mit dem Fund von zu Zeitzündern präparierten Taschenuhren und einer Ausgabe von »Die Auschwitzlüge« auf dem Dachboden 2019 beginnt und dem Papierpfad mit über 60.000 Seiten Akten, Zeugenbefragungen, Polizeiermittlungen und Behördenkorrespondenzen durch Deutschland, Österreich und Italien bis in das Jahr 2023 folgt. Zum anderen die Entwicklung des Chemiestudenten Heinrich Bünger, der 1957 gemeinsam mit seinem Bruder Fritz den Bund Nationaler Studenten gründete und mehrere Bombenattentate in Südtirol plante und durchführte. Bei einem davon stirbt am 20. Oktober 1962 Gaspare E. in Verona. Suche nach Antworten weiterlesen »






























