Netzwerk »Couragiert« organisierte Kongress im sächsischen Plauen. Gespräch mit Doritta Kolb-Unglaub
antifa: Ihr habt am 17. und 18. Februar in Plauen einen Kongress des bundesweiten Netzwerks »Couragiert« mitorganisiert. Warum das Ganze?
Doritta Kolb-Unglaub: Uns ging es mit dem Kongress um den Austausch über Gegenstrategien angesichts rechter Bedrohungen – auch über die Großstädte hinaus. Der Alltag klimapolitischen und antifaschistischen Engagements in der Provinz nahm bei den Gesprächen viel Raum ein. Unser bundesweites Netzwerk »Couragiert« gibt es seit zwei Jahren, Hauptinitiator bei der Gründung war das Bündnis »Siegen gegen Rechts«, das sich damals vernetzen wollte und überregional Verbündete suchte. Sie haben dazu insbesondere Organisationen angeschrieben, in deren Gegend die Neonazipartei »Der III. Weg« mit Stützpunkten aktiv war. Dies betraf neben uns unter anderem Gruppen aus Schweinfurt, Wunsiedel und Angermünde. Dann haben wir uns etwa alle zwei bis drei Monate getroffen, dies geschah aber nur digital per Zoom. Die Idee zu der Konferenz entstand aus dem Wunsch, sich auch mal in Präsenz zu sehen. Die Wahl fiel auf Plauen, weil wir in diesem Jahr das Empfangsgebäude des Oberen Bahnhofs als Multifunktionsfläche bespielen dürfen. Die 200 Quadratmeter dort bieten genügend Platz und sind voll ausgestattet mit Tischen, Stühlen, Flipcharts. Alles, was man so braucht, ist also da. Austausch über Gegenstrategien weiterlesen »






























