Shahar Tzemach: Sagt seinen Namen, wie die der vielen weiteren, damit sie nicht vergessen werden
Shahar Tzemach, 39 Jahre alt, ist einer der 1.200 Israelis, die am 7. Oktober 2023 ermordet wurden. Er war Mitglied der israelischen Menschenrechtsorganisation »Breaking the Silence«. Er berichtete über das, was er während seines Militärdienstes gesehen hatte, schulte andere Aktivist*innen und führte Führungen zum Beispiel in Hebron durch, die so vielen die Augen für die Auswirkungen der Besatzung öffneten. Er wurde zu einem Helden wider Willen. Er fiel im Kampf und verteidigte die Menschen im Kibbuz Be’eri, in dem er lebte. Er kämpfte sieben Stunden, bis ihm die Munition ausging und er erschossen wurde.
Shahar Tzemach, 39, aus dem Kibbuz Be’eri.
Bei dem antisemitischen Pogrom im Süden von Israel im Grenzgebiet zum Gazastreifen sind neben hunderten anderen auch Holocaust-Überlebende getötet worden. Als Antifaschist*innen müssen wir parteiisch sein, empathisch und mitfühlend. Aber warum fällt das seit dem 7. Oktober 2023 schon wieder so schwer, wenn es um Israel geht? Dem Staat der Überlebenden der Shoah und der Nachfahren der Überlebenden der Pogrome der vergangenen Jahrhunderte, dem Staat derjenigen, die aus den Ländern Nordafrikas und des Nahen Ostens in den 1950er- und 1960er-Jahren und bis heute vertrieben wurden und werden, zum Beispiel aus den uralten jüdischen Vierteln von Damaskus oder Bagdad? Und warum müssen auch linke und antifaschistische Stimmen jetzt, nachdem die gut organisierten Kassam-Brigaden der islamistischen Hamas und weiterer solcher Terrorgruppen mit einer unfassbaren Blutorgie ein Pogrom an Jüdinnen und Juden sowie Menschen, die mit ihnen zusammenleben, verübten, den jüdischen Staat, seine Regierung, seine Armee, seine aufgebrachten, leidenden, zutiefst verletzten Menschen reflexartig zur »Vernunft« rufen, wohl wissend, dass gleichlautende Appelle an die Hamas nicht fruchten werden? Gegen den Tod und für das Leben! weiterlesen »





























