Terrence Malicks Film über Franz Jägerstätter
Franz Jägerstätter war ein stiller Held des Widerstands gegen den Nationalsozialismus. Das ist heute allgemein anerkannt, auch von der katholischen Kirche, der er angehörte. Weil er wegen Verweigerung des Kriegsdienstes hingerichtet wurde, gilt er seit 2007 als Märtyrer und wurde im selben Jahr von Papst Benedikt XVI. selig gesprochen. Doch das späte Datum zeigt bereits: Dem war nicht immer so. Nicht zu seinen Lebzeiten und auch später für lange Jahre nicht.
Jägerstätter lebte, mit kleineren Unterbrechungen, seit seiner Geburt in der kleinen Gemeinde St. Radegund in Oberösterreich, wo er von seinem Stiefvater einen Bauernhof erbte. 1936 heiratete er seine Frau Franziska und wendete sich, durch sie angeregt, tief dem katholischen Glauben zu. Den Nationalsozialismus lehnte er ab, da er diesen nicht mit den Lehren der Kirche vereinbar sah. Bei der Volksabstimmung über den bereits vollzogenen Anschluss Österreichs stimmte er als einziger im Dorf mit »Nein«. 1940 wurde er zum ersten Mal zur Wehrmacht einberufen. Dem kam er zunächst nach und leistete seine Grundausbildung ab, konnte jedoch ein Jahr später zunächst wieder auf seinen Hof zurückkehren. Im Folgenden reifte in ihm der Entschluss, nicht zum Militär zurückzukehren.































