Aus Polen verbannt: Die italienische Auschwitz-Gedenkstätte
Das renommierte Mailänder Architekturbüro BBPR schuf 1980 im Auftrag der italienischen Deportiertenvereinigung ANED in Block 21 des ehemaligen KZ Auschwitz eine – durch Texte von Primo Levi, Musik von Luigi Nono und Gemälde von Pupino Samonà – ungemein beeindruckende Gedenkstätte. Dreißig Jahre später entsprach das Werk nicht mehr der Gedenkstättenkonzeption der polnischen Regierung und musste, um der Zerstörung zuvorzukommen, abgebaut und rückgeholt werden. In Florenz wurde die italienische Auschwitz-Gedenkstätte nun wieder aufgebaut.
Am 13. April 1980 wurde im Staatlichen Museum Auschwitz-Birkenau das Memoriale italiano di Auschwitz, die italienische Auschwitz-Gedenkstätte, eingeweiht. Nachdem Italien – wie auch alle anderen Staaten, die während des Zweiten Weltkrieges von den Nationalsozialisten überfallen und besetzt worden waren und nach Auschwitz deportierte Einwohner zu beklagen hatten – das Recht eingeräumt worden war, dort eine eigene nationale Ausstellung zu errichten, hatte die Associazione nazionale ex deportati nei campi nazisti (ANED) das Mailänder Architekturbüro BBPR mit den Planungen zu deren Realisierung beauftragt.






























