11. – 24. März: Internationalen Woche gegen Rassismus
Rassismus ist in unserer Gesellschaft allgegenwärtig. Seit der Eroberung der Welt durch die Europäer haben Theorien der Ungleichheit von Menschen aufgrund ihrer Herkunft das Machtgefälle zwischen den weißen Eroberern und den Kolonisierten legitimiert. Daran hat sich durch die formale Unabhängigkeit der Länder Afrikas, Asiens und Lateinamerikas wenig geändert. Bis heute prägen das Gefühl der Überlegenheit, die selbstverständliche Inanspruchnahme von Privilegien – die kaum als solche wahrgenommen werden – und die Ausgrenzung aus dem konstruierten »Wir« das Verhältnis der »ganz normalen Deutschen« zu den »Anderen«.
Es beginnt bei Kindern, deren Eltern bereits als Deutsche geboren wurden, die aber immer noch einen »Migrationshintergrund« haben; mit dem Gerede von einer »Leitkultur« und der zunehmenden Selbstverständlichkeit, mit der vom »Scheitern der Integration« gesprochen wird, was fast nie mit sozialer Ausgrenzung und fast immer mit »mangelnder Integrationsbereitschaft« in Verbindung gebracht wird. Diskriminierung bei Bewerbungen um Arbeit oder Wohnung, bei der Empfehlung zur Schullaufbahn, in Amtsstuben oder bei Einlasskontrollen wird regelmäßig in Studien und bei Stichproben nachgewiesen. Beleidigungen auf der Straße nehmen zu. Den rassistischen Konsens brechen weiterlesen »






























