Rechter »Volks-Rock`n`Roller« erhält »Karl-Valentin-Orden«
In München, wo das, was weiter nördlich oft Karneval genannt wird, seit je Fasching heißt, hat eine »Faschingsgesellschaft« als »Trägerverein« festlicher Vergnügungen weniger öffentliches Gewicht als vergleichbare Gremien etwa in Köln. Dennoch erregt der Verein, der sich zurecht »Narrhalla« nennt, ab und an doch Aufmerksamkeit (und nicht selten Kopfschütteln), wenn er alljährlich im Fasching einen »Karl-Valentin-Orden« verleiht. An Leute, die, so die Narrhalla-Kriterien, »im Sinne von Karl Valentin« durch die »humorvollste bzw. hintergründigste Bemerkung für eine Rede bzw. Handlung, ein Zitat, welches in der Öffentlichkeit publik wurde«, aufgefallen sind. So hatten die Narren früher etwa Humoristen wie Franz Josef Strauß (1977), Joseph Kardinal Ratzinger (1989) und Jürgen Möllemann (1992) für preiswürdig gefunden und sich seit je eher konservatve Würdenträger ausgesucht. In diesem Jahr allerdings sorgte ihre Entscheidung doch für mehr Aufmerksamkeit, Empörung und Proteste.
Der Preisträger 2019 ist der österreichische Sänger und Musiker, Andreas Gabalier. Er selbst bezeichnet sich »Volks-Rock`n´Roller«. Die Münchner Narrengesellschaft »Narrhalla« würdigt ihn dann auch als »Volkssänger 2.0« und unterstellt, dass Karl Valentin heute so klingen würde. Die Verleihung hat bei allen, die sich mit Karl Valentin und seiner Kunst beschäftigen, Entsetzen und Ablehnung hervorgerufen. Faschingsscherz mit Braunton weiterlesen »






























