antifa-Gespräch mit Ulrich Rabe aus Mecklenburg-Vorpommern
antifa: Du bist einer der Mitbegründer unseres Verbandes. Was war der Auslöser für Deine Mitarbeit in der VVN und was hast Du erwartet?
Ulrich Rabe: Mein Aufwachsen als Jugendlicher in einer sächsischen Kleinstadt war geprägt von systematischer Diskriminierung durch die Nazis. Als Kind einer liberalen bürgerlichen Familie musste ich erleben, dass uns Freunde und Menschen, mit denen ich bisher einen respektvollen Umgang erlebt hatte, ignorierten und immer mehr ausgrenzten. Man hatte mich nach den Gesetzen der Nazis zum »Halbjuden« gemacht und mit 17 Jahren zur Zwangsarbeit nach Frankreich deportiert. Diesem sozialen Absturz folgten Demütigung und Gewalt in den Lagern. Auf abenteuerliche Weise gelang mir die Flucht. Nach Ende des Krieges, nunmehr als Juso, veranlassten mich diese Erfahrungen sowie der Tod von 14 Verwandten, als Delegierter an der Interzonenkonferenz zur Festlegung einheitlicher Maßstäbe für die Anerkennung als Opfer des Faschismus in Halle teilzunehmen. Die Verbrechen der Nazis sollten sich nie wiederholen dürfen. »Das muss weiter gehen« weiterlesen »






























