Das bittere Beispiel des Außenlagers Lieberose
Das KZ-Außenlager von Sachsenhausen mit der Kurzbezeichnung »Liro« wurde nach dem ehemaligen »Staatsbahnhof Lieberose« benannt. Es diente ab Ende 1943 dem Ausbau des Waffen-SS-Truppenübungsplatzes »Kurmark«.
Zunächst kamen die Arbeitssklaven aus den KZ Groß Rosen sowie aus dem Stammlager Sachsenhausen. Unter denen, die dorthin deportiert wurden, waren zunächst überwiegend sowjetische Kriegsgefangene und Häftlinge aus Polen; später zunehmend jüdische Transporte über Auschwitz aus Ungarn. Auch Juden aus Deutschland waren unter ihnen. Zudem sind Norweger, Belgier, Franzosen, auch eine Anzahl unmittelbar aus dem KZ Sachsenhausen in Arbeitskommandos abkommandierte politische Gefangene und holländische Zwangsverpflichtete in Bestands-, Transport- oder Zugangslisten zu finden; insgesamt über die Zeit der Lagerexistenz Menschen aus 18 Nationen. Über ein Fünftel der in das »KZ-Liro« überstellten Lagerinsassen waren noch keine Erwachsenen. Die Gesamtzahl der Insassen kann acht- oder neuntausend Menschen betragen haben. Annähernd 4.000 nicht mehr arbeitsfähige Menschen sind durch »Selektionen«, im infrastrukturellen Verbund monatlicher Sammeltransporte per Eisenbahn, zurück nach Auschwitz in den Tod verbracht worden. Geschichtsvergessen weiterlesen »






























