»Rechtsrockland« Thüringen: Neonaziszene erholt sich von Flaute bei Pandemie
Als »Rechtsrockland« bezeichnete das ARD-Fernsehen das Bundesland Thüringen in seiner gleichnamigen Dokumentation schon im Jahr 2018. Es waren die Jahre großer Neonazifestivals unter dem Schutz des Versammlungsrechts im Freistaat, wie 2017 im kleinen Südthüringer Ort Themar, wo etwa 6.000 Neonazis anreisten und spät abends lautstark »Sieg Heil« skandierten. Auch die zweitägigen »Schild und Schwert«-Festivals im sächsischen Ostritz wurden von einem Thüringer Neonazi organisiert. Die Mischung aus Rechtsrock, Tattoowettbewerben und Kampfsport lockte rund 1.300 Neonazis an.
2018 zählte die Mobile Beratung (mobit) 72 Rechtsrockveranstaltungen in Thüringen und damit die meisten seit Beginn des Monitorings: Pro Woche fand im Freistaat im Schnitt mindestens eine dieser Veranstaltungen statt. Auch bundesweit war Thüringen bei Neonazikonzerten jahrelang im Pro-Kopf-Vergleich ein Spitzenreiter. Doch die Pandemie mit den einhergehenden Einschränkungen machte den florierenden Unternehmen und ihren Organisator*innen einen Strich durch die Rechnung, auch die eilig eingerichteten gestreamten »Onlinekonzerte« fruchteten nicht. Weiterhin Spitzenreiter weiterlesen »






























