Zur jüdischen Tradition und Gegenwart in Tunesien
»Bei einem Angriff vor der ältesten Synagoge Afrikas auf der tunesischen Insel Djerba sind mehrere Menschen getötet worden«, meldeten Anfang Mai deutsche Medien. Es folgten ein paar Details zum Anschlag. Jedoch keine Informationen zum Hintergrund und der Geschichte des Ereignisses, bei dem der Anschlag geschah.
Im vergangenen Jahr berichtete die Rosa-Luxemburg-Stiftung unter dem Titel »Vergessene Juden« über eine Konferenz des Jüdische Komitees der Stadt Nabeul (im Nordosten Tunesiens), die sich alten jüdischen Kulturorten wie Synagogen oder Friedhöfe in Tunesien widmete.
Tatsächlich lebten nach dem Zweiten Weltkrieg noch über 100.000 Juden in dem nordafrikanischen Land (mal wird auch eine Zahl von 140.000 oder sogar 200.000 genannt). Erst nach dem Sechstagekrieg 1967 verschlechterte sich die Situation zwischen Muslimen sowie Juden, und ein großer Teil der jüdischen Bevölkerung verließ das Land. Heute leben noch schätzungsweise 2.000 Juden in Tunesien, der größte Teil auf der Insel Djerba. »Wunderbar« oder »fremd« weiterlesen »





























