Ausstellung auch mit Dokumenten jüdischer Fotografen in den Ghettos
Wenn die Zeitzeugen verstummen, können Dokumente und Aufarbeitungen zu geschichtlichen Ereignissen hilfreich sein. Dazu zählen auch Fotodokumente, die zugleich viel über die Fotografen erzählen. Die aktuell in Berlin gezeigte Ausstellung zur Fotografie im Holocaust fokussiert auf die besondere künstlerische Form und Aussagekraft dieser Kunst. Tatsächlich erkennt man den Blick der Fotografen und auch der Filmemacher von Filmen, die in der Exposition zusätzlich gezeigt werden. Ob es die Szenen aus dem Olympiafilm »Die Götter des Stadions« von Leni Riefenstahl sind oder die Ausschnitte aus dem Billy-Wilder-Film »Death Mills« (»Die Todesmühlen«), einer Dokumentation über die nach der Befreiung vorgefundenen Konzentrationslager und ihre Opfer. Ersterer sollte den Mythos vom überlegenen »arischen« Sportler stärken, letzterer der Dokumentation, der Anklage der Kriegsverbrecher und der Umerziehung der Deutschen dienen, wie beispielhaft zur suggestiven Wirkung von Fotos in der Ausstellung gezeigt wird. In einem Zeitstrahl wird die Geschichte dieses neuen Mediums Film den Besuchern in Erinnerung gebracht. Doch schon fällt der Blick auf zahlreiche beleuchtete Vitrinen mit einer Unmenge unsortierter Fotos über den Holocaust, seine Täter und Opfer, sozusagen als Gesamteindruck. Fotografie im Holocaust weiterlesen »































