Beachtenswerte Gedenkkultur in kleinen Orten in Österreich
In den frühen Morgenstunden des 2. Juli 1944 wurden die BewohnerInnen der Häuser und Anwesen im salzburgischen Goldegg-Weng von Schüssen und Geschrei aus dem Schlaf gerissen. Gestapo, Gendarmerie und SS hatten in der Nacht die Wälder um den beschaulichen Weiler durchkämmt, jeden Heustadel mit Lanzen durchbohrt, die Höfe und Ställe durchsucht und Verdächtige verhaftet.
Ziel der Razzia waren junge Männer aus dem Ort, die seit 1943 nicht mehr zur Wehrmacht einrücken wollten. Der Krieg schien verloren, dem sinnlosen Morden wollten sie sich nicht mehr länger aussetzen. Die Bauernsöhne Schorsch Kößner, Franz Unterkirchner, Richard Pfeiffenberger und der Scheiberbauer Peter Ottino hatten sich bei Fronturlauben dem Sägearbeiter Karl Rupitsch angeschlossen, der sich seit Herbst 1943 in den Wäldern und auf den Almen um Goldegg-Weng versteckt hielt. Die Goldegger Deserteure weiterlesen »






























