Jedes Jahr im Mai treffen sich mehrere tausend Rechte bei einer Gedenkveranstaltung am Loibacher Feld/Libuško polje in Bleiburg/Pliberk in Kärnten zum größten Faschistentreffen in Europa. Sie gedenken der faschistischen kroatischen Ustaša, der Domobrani, der Wehrmacht und der Waffen-SS.
Bei der Gedenkfeier unter Schirmherrschaft der stramm rechten katholischen Kirche Kroatiens und des Vereins »Bleiburger Ehrenzug« werden von nicht wenigen Anwesenden in Kroatien verbotene – in Österreich bis dato erlaubte – Symbole der Ustaša-Bewegung zur Schau gestellt. Allerdings wurde Ende 2018 eine Verschärfung des österreichischen »Abzeichengesetzes« in Aussicht genommen, welches nunmehr auch das Tragen des Ustaša-Abzeichens unter Strafe stellt (Ergebnis lag zu Redaktionsschluss noch nicht vor.). Zurück zum Treffen: Nahmen 1990 »nur« einige hundert (Exil-) Kroaten an der Gedenkfeier teil, waren es ein Jahr später schon 1.100 und 1995 15.000 Personen. Der traurige Höhepunkt wurde 2015 mit 30.000 Teilnehmern erreicht, darunter NPD-Funktionäre und österreichische Neonazis des Netzwerks »Blood & Honour«. Mit der Zahl der Rechten stieg auch der Widerstand der Antifaschistinnen und Antifaschisten. Zivilgesellschaft und antifaschistische Verbände verfolgen gemeinsam das Ziel, ein Verbot des Treffens zu erreichen. In der zweiten Jahreshälfte 2018 gab es große Bemühungen darum und es scheint, als wäre eine Sensibilisierung der österreichischen katholischen Kirche, die eine wichtige Rolle spielt, gelungen. Kärnten: Ustaša- Gedenken weiterlesen »





























