Südafrikas Rechte instrumentalisiert »Farmmorde«, um gegen geplante Landreform Stimmung zu machen
Bis zum Oktober vergangenen Jahres war Senekal selbst den meisten Südafrikanern wohl eher unbekannt. Der kleine Ort in der Provinz Freistaat, der Kornkammer des Landes, zählte bei der letzten Volkszählung 2011 gerade einmal 3.466 Einwohner. Im benachbarten Township Matwabeng leben demnach auf einer etwa gleich großen Fläche 22.076 Menschen. Senekal ist eines dieser von der Landwirtschaft geprägten, verschlafen wirkenden Städtchen, wie sie allerorten im ländlichen Südafrika zu finden sind. Die Geschäfte dort werden von den weißen Farmeignern dominiert. In Matwabeng dagegen leben die Schwarzen, die Farmarbeiter und Arbeitslosen. An diesen Verhältnissen hat sich – ein paar wenige schwarze Farmer bilden die Ausnahme von der Regel – wenig geändert im Post-Apartheid-Staat, in den nunmehr 27 Jahren nach den ersten freien Wahlen. Legende vom Genozid an Weißen weiterlesen »






























