Unterschlagenes Dokument aufgetaucht
Obwohl nur wenige Zeitungen über den Fund berichtet haben, stellt er eine Sensation dar. Im Nachlass des Verfassungsschutzbeamten Fritz Tobias befand sich die Abschrift einer eidesstattlichen Erklärung des ehemaligen SA-Mitglieds Hans-Martin Lennings zu den Vorgängen beim Reichstagsbrand in der Nacht vom 27. auf den 28. Februar 1933. In der bereits 1955 abgegebenen Erklärung gab er an, dass er am Abend des 27. Februar den Befehl bekommen habe, einen Mann in einem SA-Lazarett abzuholen und zum Reichstag zu fahren. Dort hat er ihn dann zwischen 21 und 22 Uhr einem wartenden SA-Mann in Zivilkleidung übergeben. Die Angabe der Uhrzeit ist wichtig, weil bereits kurz nach 21 Uhr der Brand gemeldet wurde. Außerdem sagte er in der Erklärung, dass zu dem Zeitpunkt »ein eigenartiger Brandgeruch herrschte, und dass auch schwache Brandschwaden durch die Zimmer hindurchzogen«. Am nächsten Tag hat er dann durch Zeitungsbilder den Mann wieder erkannt. Es war der Holländer Marinus van der Lübbe. Göring und Hitler waren an dem Abend noch am brennenden Reichstag erschienen und hatten verkündet, dass die Kommunisten den Brand gelegt hätten und einen Putsch vorbereiten. Außerdem verkündete Hitler, dass ab sofort gegenüber den Kommunisten keine Gnade mehr gelte. Der Reichstagsbrand und die SA weiterlesen »






























