Bremen: »Arisierungs«-Mahnmal zum Raub an jüdischer Bevölkerung im NS-Staat
Der Fokus des Mahnmals liegt auf der besonderen Rolle Bremens als Hafen- und Logistikstandort bei der »Verwertung« jüdischen Eigentums. Diese beruht zum Teil auf der erzwungenen Massenauswanderung jüdischer Familien über Bremerhaven. Insbesondere profitierte Bremen jedoch durch den Abtransport jüdischen Besitzes aus den besetzten Ländern Westeuropas (»Aktion M«). Maßgeblich beteiligt war der Speditionskonzern Kühne + Nagel, dessen Firmenjubiläum 2015 zum Auslöser einer von der taz initiierten Mahnmaldebatte wurde.
Kühne + Nagel bemühte sich erfolgreich um eine zentrale Rolle beim Abtransport jüdischen Eigentums, sowohl im Rahmen der »Aktion M« als auch in den südeuropäischen Hafenstädten. Die Internationalisierung der Firma erfolgte somit in den Fußstapfen der Wehrmacht: Das Netz von Niederlassungen in den eroberten Ländern diente als logistische Grundlage der Beraubung, parallel entwickelte das Unternehmen das Geschäftsfeld der Militärlogistik – in dem es bis heute eine führende Rolle spielt. Mit anderen Worten: Der wirtschaftliche Erfolg von Kühne + Nagel resultiert auch aus seiner Verwicklung in die Verbrechen Nazideutschlands. Systematisch ausgeplündert weiterlesen »



























