Neue Studie zu Folgen und Erkenntnissen in der Autoritarismusforschung
Wie die im November 2022 erschienene Autoritarismusstudie der Heinrich-Böll-Stiftung zeigt, sind antidemokratische, autoritäre und rechte Einstellungen in der Gesellschaft weder verschwunden noch zurückgegangen. Motive und Inhalte haben sich lediglich verschoben. Die Gründe dafür sind vielfältig. Auffällig sind die zunehmende Verbreitung antifeministischer und sexistischer Einstellungen sowie deren vielschichtige Verbindungen zu weiteren Erscheinungen extrem rechter Gesinnungen. Autoritäre Überzeugungen stehen hiernach in einer signifikanten statistischen Verbindung sowohl zu Antifeminismus als auch zu Sexismus.1
In Abgrenzung zu misogynen Einstellungen und zum Sexismus als Diskriminierungsform tritt der Antifeminismus selbst als aktive, politische Bekämpfung jeglicher Art und Ausdrucksweise von Feminismus, gesellschaftlicher Emanzipation und der Liberalisierung der Geschlechterbilder zutage. Eine inhaltliche Auseinandersetzung mit den differenzierten Themen und Forderungen feministischer Strömungen findet dabei nicht statt. Feminismus wird innerhalb rechtsautoritärer Gesinnungen als machtvolle und homogene Bewegung vulgarisiert, die es, zur Aufrechterhaltung heteronormativer und autoritärer Herrschaftsverhältnisse, aktiv zu bekämpfen gilt. Antifeminismus als Ticket weiterlesen »





























