Dokument gibt Einblick in Entstehungsgeschichte der bayerischen VVN
Für die VVN-Vorstandswahlen des Bezirks München im Februar 1948 wurden von allen damals zugelassenen demokratischen Parteien sowie aus dem Kreis der »rassisch Verfolgten«, von Frauen und Parteilosen vorab jeweils zwei Personen (bzw. eine Person) benannt, die dann in geheimer Wahl im Grunde nur noch bestätigt worden sind. Die drei Vorsitzenden mussten verschiedenen »Gruppen« angehören und wurden in der Reihenfolge der abgegebenen Stimmen ermittelt.
Dieses Verfahren ging zurück auf die eigentliche Entstehung der Münchner und damit auch der bayerischen VVN. Aus Enttäuschung über die schleppende Wiedergut-machung trafen sich Anfang Oktober 1946 im Münchner Rathaus Verfolgte aus allen Parteien sowie rassisch Verfolgte und beschlossen die Gründung einer eigenständigen Organisation. Ziel war es, die Verabschiedung eines Gesetzes zur Wiedergutmachung zu beschleunigen und auf das große Elend von vielen Verfolgten und deren Angehörigen hinzuweisen, während gleichzeitig ehemalige Nazis noch ungeschoren in Freiheit waren und der Antisemitismus wieder zunahm. Alle Gruppen vertreten weiterlesen »




























