Analyse zu aktuellen Formen des Faschismus und Vorschläge zur Bekämpfung
Hass, Populismus, Rechtsruck – ein zunehmend großer Komplex der politischen Entwicklung wird unter verschiedensten Begriffen verhandelt, aber nur wenige nennen das Problem beim Namen. Schon allein deshalb ist das neue Buch des britischen Journalisten und Starautors Paul Mason erfreulich. Freilich ist »Faschismus« ein aufmerksamkeitsheischender Titel, da es außerhalb aktivistischer Kreise – und selbst dort ist es alles andere als Konsens – als nicht haltbar gilt, angesichts aktueller Entwicklungen von Faschismus zu sprechen. Mason war selbst Antifa-Aktivist und ist auch darüber hinaus für eine linke Haltung bekannt. Er weiß, wovon er spricht, und es ist ihm ernst. Der Faschismus ist nicht tot, vielmehr ist er »ein wiederkehrendes Symptom des Systemversagens im Kapitalismus«.
Mason will aufklären. Denn obwohl die katastrophalen Folgen des Faschismus, insbesondere des Nationalsozialismus, relativ bekannt sind, ist Wissen darüber, wie der Faschismus an die Macht kam, nur sehr wenig verbreitet. Das Buch versammelt dazu viel historisches Wissen und zeigt große Entwicklungen auch anhand von Anekdoten und Einzelpersonen. Vor allem Fehler der Linken werden ausgiebig dargestellt. Der kapitale Fehler von Komintern und KPD sei gewesen zu glauben, »gegen eine Partei oder eine Bande gewalttätiger Schläger zu kämpfen. In Wahrheit leisteten sie Widerstand gegen einen Prozess der massenhaften psychologischen Bekehrung« (S. 276). Man müsse daher gegen den Mythos des Faschismus kämpfen und das faschistische Gedankengebäude auseinandernehmen. Notwendige Diskussion weiterlesen »






























