Vor 80 Jahren: Wannsee-Konferenz und die »Endlösung der Judenfrage«
Nach dem Beginn des Vernichtungskriegs im Osten und den ersten Morden mit Giftgas in den Vernichtungslagern seit Mitte 1941, bei denen erste Erfahrungen in der »technischen Umsetzung« gesammelt wurden, ging es auf der »Wannsee-Konferenz« am 20. Januar 1942 im Wesentlichen um die organisatorische Seite der »Endlösung der Judenfrage«.
Auf Einladung des Chefs der Sicherheitspolizei und des SD, Reinhard Heydrich, kamen 15 hohe Behördenvertreter und SS-Führer, Staatssekretäre, Vertreter des »Reichssicherheitshauptamtes« (RSHA), der Sicherheitspolizei und des SD, die alle für die östlichen Besatzungsgebiete zuständig waren, zusammen, um die Deportation aller europäischen Juden in die eroberten Gebiete in Osteuropa zu besprechen. Alle Beteiligten waren sich dessen bewusst, dass mit dieser Deportation die Vernichtung der Menschen verbunden war. Nicht nur in der Ideologie, sondern in der politischen Praxis teilten zu diesem Zeitpunkt alle Verantwortlichen den Standpunkt, dass jüdische Menschen und Sinti und Roma als »Untermenschen« und »Volksschädlinge« im faschistischen »Tausendjährigen Reich« kein Lebensrecht mehr besaßen. Bürokratie des Massenmords weiterlesen »





























