»Von Hitler emanzipieren« will Per Leo die deutsche Erinnerungskultur
Das neue Buch von Per Leo wurde im Spätsommer viel im deutschen Feuilleton diskutiert und gefeiert. Noch nie habe jemand sich getraut, so sehr gegen alle Seiten auszuteilen. Redaktionsmitglieder und Autor*innen der antifa haben das Buch gelesen und sich darüber ausgetauscht, hier eine Zusammenfassung ihres Gesprächs.
Regina: Es ist wichtig, das Buch zu besprechen, weil es in den meisten Rezensionen zu gut weggekommen ist. Es wirkt so, als ob potenzielle Kritiker*innen, die normalerweise Einspruch einlegen würden, vor der Medienwirksamkeit des Per Leo kapitulieren und es eben so hinnehmen. Ich denke, wir sollten uns als VVN mehr an solchen Positionen, die in der Öffentlichkeit für Wirbel sorgen, reiben. Er behandelt die Themen unseres Verbandes und stellt zumindest erhellende Fragen. Wie vermitteln wir die historische Wahrheit über den Holocaust und über den Faschismus? Wie können wir ein nicht-institutionalisiertes und nicht-ritualisiertes Gedenken wach halten in einer Zeit, in der scheinbar unendlich viele Themen um Aufmerksamkeit kämpfen? Wie können wir mit historischem Bewusstsein gegen faschistische Tendenzen heute vorgehen? Und er spricht auch unangenehme Themen an, die wir eher vernachlässigen. Egozentrischer Zeitgeist weiterlesen »































