Monatsarchiv Juli, 2026

Der Hass auf Gleichheit

geschrieben von Isaak Rose

7. Juli 2026

Warum junge Männer in Südkorea zur Zielgruppe rechter Bewegungen werden
Südkoreas Hauptstadt Seoul verzeichnete 2025 weltweit die meisten Proteste. Auslöser war nicht zuletzt der Versuch des damaligen rechten Präsidenten Yoon, über die Ausrufung des Kriegsrechts die politische Opposition auszuschalten. Inzwischen ist er inhaftiert. Seine treuesten Anhänger treibt es jedoch weiterhin Woche für Woche auf die Straßen, …

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Die Fotos der »Unsterblichen«

geschrieben von Klaus Holdefehr

7. Juli 2026

Neue Bilder eines NS-Verbrechens lösen in Griechenland Debatten über Erinnerung und Widerstand aus
Die Gesichter sind ernst. Ernst und entschlossen. Keine Spur von Angst ist zu erkennen, obwohl die Männer auf den Fotos wissen, dass sie dem Tod entgegengehen. Einige haben den Mund geöffnet. Vielleicht singen sie. Die griechische Nationalhymne? Die Internationale? Sicher ist nur: Die …

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Notwendiges Erinnern

geschrieben von mw

7. Juli 2026

»Unternehmen Barbarossa«: 85 Jahre nach dem Naziüberfall auf die Sowjetunion
Ohne Kriegserklärung begann am 22. Juni 1941 der deutsche Überfall auf die UdSSR. Offiziell hieß es, gerichtet an die Öffentlichkeit im Ausland wie an die deutsche Bevölkerung, man sei zu »militärischen Gegenmaßnahmen« gezwungen worden. Hitler verbot, von Krieg zu sprechen. Propagandistische Verschleierung und bewusste Irreführung lenkten von …

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Die Rechte nach 1945 verstehen

geschrieben von Kerstin Köditz

7. Juli 2026

Eine Doppelrezension über Forschung, Erinnerung und die Macht neonazistischer Milieus
Der israelische Faschismusforscher Zeev Sternhell beendete im März 2001 seinen Vortrag in Berlin mit den Worten, der Faschismus »wurde nicht in den Schützengräben des Ersten Weltkrieges geboren und starb nicht in den Ruinen von Berlin. Was auch immer wir über ihre Zukunft glauben mögen, diese Rechte …

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Auschwitz als Hüpfburg

geschrieben von Niklas Tretow

7. Juli 2026

Gut gemeinte Geschichtsklitterung des Aktionskünstlers Oliver Bienkowski
Misslungene Kunst hat mitunter die interessante Eigenschaft, einen unbeabsichtigten Bedeutungs-überschuss zu produzieren, das heißt Interpretationsspielräume zu öffnen, die von dem*der Künstler*in nicht beabsichtigt wurden. Betrachtet man das neueste Projekt des Aktionskünstlers Oliver Bienkowski könnte man meinen, dass es sich um eine Satire auf die popkulturelle Verkitschung und Vermarktung des …

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Was wussten die Deutschen?

geschrieben von Bernd Hüttner

7. Juli 2026

Eine neue Holocaustausstellung in der Berliner »Topographie des Terrors«
Die aktuelle Sonderausstellung in der Berliner »Topographie des Terrors« besteht aus drei Teilen. Der erste beleuchtet, was das NS-Regime über die Verfolgung (und Ermordung) der Juden und Jüdinnen selbst öffentlich bekannt gab. »Hinweise im Alltag« als zweiter Teil hat Gerüchte und inoffizielle Nachrichten und den Umgang damit …

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Traumata und Verständigung

geschrieben von Ulrike Bez und Walburga Rempe

7. Juli 2026

Offer Avnon geht mit seinem Film »Der Rhein fließt ins Mittelmeer« erneut auf Tour
Der israelische, in Haifa geborene Regisseur Offer Avnon, Sohn eines polnischen Überlebenden der Shoah, hat zehn Jahre in Deutschland gelebt und den Holocaust niemals vergessen können. Nach seiner Rückkehr nach Israel betrachtet Avnon den israelisch-palästinensischen Konflikt mit neuem Blick, der sich im …

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Mormonen unterm Hakenkreuz

geschrieben von Florian Osuch

7. Juli 2026

Zwischen Mittäterschaft, Anbiederung und Widerstand
Der US-Spielfilm »Wahrheit & Verrat – Truth & Treason« (2025) rückt eine vergessene Episode des antifaschistischen Widerstands ins Licht: die Geschichte der Widerstandsgruppe um den jungen Hamburger Mormonen Helmuth Hübener. Der Film ist Anlass, das Verhältnis der »Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage« (»Latter-day Saints«, LDS) zum NS-Staat näher zu …

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Mechanik des Frauenhasses

geschrieben von Michael Mallé

7. Juli 2026

Blick auf antifeministische Netzwerke, digitale Hetze und Macht öffentlicher Pranger
Veronika Kracher legt mit ihrem aktuellen Buch den Finger in eine offene gesellschaftliche Wunde: die Mechanismen von Frauenhass, digitaler Hetze und antifeministischer Mobilisierung. Bereits mit ihrem ersten Buch über »Incels«1 bewies Kracher ein Gespür für brisante Themen – und für den richtigen Zeitpunkt, sie sichtbar zu …

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Laut gegen das Klischee

geschrieben von André Wartmann

7. Juli 2026

Sammelband zeigt Punk als Raum jüdischer Selbstbehauptung und Kritik
Dass Punk und Jüdischsein keine Gegensätze sind, war bislang ein Thema, das kaum beleuchtet wurde. Das Autor*innenkollektiv des Sammelbandes vereint Wissenschaftler*innen, Journalist*innen sowie Protagonist*innen der Szene selbst und verleiht dem Buch damit eine Vielstimmigkeit. Ein roter Faden ist die Absicht, dominante Narrative von Jüdinnen*Juden als Opfer zu …

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